Über mich

Andreas Brandhorst signiert
Beim Signieren im Piper Verlag am 5. November 2015

 

Geboren bin ich 1956, als Computer noch so groß waren wie Fabrikhallen. Die ersten Geschichten habe ich acht oder neun Jahre später geschrieben und durfte sie – meine damalige Grundschullehrerin muss etwas geahnt haben – vor der Klasse lesen. Etwas später kamen Commander McLane und sein Raumschiff Orion ins Fernsehen, und ich wollte unbedingt in den Weltraum, zumindest mit Worten. Ich las und schrieb, und las und schrieb noch mehr, ich verschlang Bücher, und mit 19 Jahren gelang es mir, den ersten Roman zu verkaufen, an den Zauberkreis-Verlag. Nur wenige Jahre vergingen, und ich schaffte den Sprung zum Profi. Ich wurde einer der Autoren der legendären Terranauten-Serie und begann auch zu übersetzen.

Lemmer082016
Im holländischen Lemmer, August 2016

 

 

 

 

 

 

 

 

1984 verließ ich Deutschland und ließ mich in Norditalien nieder, in der Nähe von Venedig. Weil ich meiner Familie Sicherheit bieten musste, geriet das eigene Schreiben zugunsten von Übersetzungen in den Hintergrund. Gut fünfzehn Jahre später, nach der Scheidung, änderte sich das, und der Autor erwachte wieder, der Junge, der einst zu den Sternen wollte – mit »Diamant«, 2003 geschrieben, erfüllte er sich diesen Traum. Seitdem geht es weiter mit der Reise durchs Universum, mit gelegentlichen Ausflügen auf der Erde (wie in den Thrillern »Äon«, »Die Stadt« und »Der Seelenfänger«). 2013 bin ich nach Deutschland zurückgekehrt und lebe nun im Norden, bis Mai 2016 in Bünde und ab Juni 2016 in Nordhorn. Aus dem Jungen, der von den Sternen träumte, ist ein Mann geworden, der allmählich in die Jahre kommt, aber das Feuer brennt noch immer in ihm, er will noch immer hinaus in den Kosmos. Zuletzt ist er mit dem »Schiff« geflogen (Piper, Oktober 2015), und die Reise geht weiter mit »Omni« (Piper, Oktober 2016) und »Das Arkonadia-Rätsel« am 2. Mai 2017, ebenfalls bei Piper.

Ich werde oft gefragt, warum mich die Science Fiction so sehr fasziniert. Eine Antwort lautet: Die Science Fiction ist die größte aller Bühnen, so groß wie das Universum. Aber der Hauptgrund, warum ich gern Science Fiction schreibe, ist das Staunen angesichts der grandiosen Kulisse des Universums und all der Wunder, die dort draußen existieren. So viel Fantasie wir auch haben mögen: All die Dinge, die es dort draußen gibt, gehen weit über unsere Vorstellungskraft hinaus. Mich fasziniert der Gedanke, dass es in einem unendlichen Universum unendliche Möglichkeiten gibt, unendlich viele faszinierende Geschichten, über die man schreiben kann.

Aber mich interessiert nicht nur die ferne Zukunft, sondern auch die nahe, die Welt in der wir morgen leben werden. Am 2. Oktober erscheint mein Roman „Das Erwachen“, ein Thriller über das brandaktuelle Thema Künstliche Intelligenz, vor der Stephen Hawking im Dezember 2014 warnte: »Die Entwicklung echter Künstlicher Intelligenz könnte das Ende der Menschheit bedeuten.“ In „Das Erwachen“ gehe ich der Frage nach, wie sich unsere Welt verändern wird, und ob wir dann noch einen Platz in ihr haben.

 

rathauswien
September 2016 im Rathaus von Wien: Ich lese aus „Omni“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Andreas

 

 

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10 thoughts on “Über mich

  1. Hallo Herr Brandhorst!

    Vielen Dank für die grandiosen Bücher die sie geschrieben haben. Bin selbst fast 40 und lese seit meinem 7. Lebensjahr. Hat alles mit Karl May angefangen, dessen Winnetou Romane ich in der 2. Klasse gelesen habe.
    Seitdem habe ich jede Menge Bücher gelesen.
    „Das Schiff“ gehört zu den Besten die ich lesen durfte.
    Also Dankeschön und machen Sie ruhig weiter so

  2. Hallo Herr Brandhorst,
    Sie haben mich mit ihrer Lesung bei der letzten FBM mit ihrem Buch „Das Schiff“ überzeugt und ich hab es mir dann auch direkt gekauft und hab es signieren lassen 🙂 Nun hab ich nach Abschluss meines Bachelors in Biologie auch endlich Zeit es zu lesen. Was mich unglaublich fasziniert ist die Authenzität des „Science“ – Aspekts Ihres Science- Fiction Werkes. Als werdender Neurobiologe finde ich vor allem die Herangehensweise an das Konzept der Mindtalker und der Neurodegeneration unheimlich spannend. Ich wollte hier ganz gerne Fragen ob sie einen Naturwissenschaftlichen Hintergrund haben oder ob sie sich tatsächlich einfach so sehr für Science Fiction begeistern, dass sie sich das alles selbst angelesen und genug gemeistert haben um sich über die reine Fiktion hinwegsetzen (ich hoffe ich klinge nicht anmaßend oder ähnliches). Zuletzt möchte ich Ihnen auf jeden Fall meine Bewunderung für dieses unglaublich tolle Buch aussprechen 🙂

  3. Die wissenschaftlichen Aspekte meiner Romane sind immer auch recherchiert – ich lese sehr gern wissenschaftliche Fachzeitschriften, und dem Himmel sei Dank fürs Internet, das die Recherche enorm erleichtert. Ich erinnere mich noch an Zeiten, als man Bibliotheken aufsuchen musste, um Wissenslücken zu schließen. Da ich aber kein Wissenschaftler bin, kann ich nicht garantieren, dass die entsprechenden Passagen meiner Romane immer vollkommen präzise sind, worauf mich ein Quantenphysiker vor einigen Wochen hingewiesen hat. 🙂 Wie dem auch sei: Es geht mir in erster Linie um die Personen; der Rest ist eine große Bühne für sie.

  4. Sehr geehrter Herr Brandhorst,
    am vergangenen Wochenende gehörte ich zu den Privilegierten, die Ihrer Lesung im Wiener Rathaus beiwohnen durften. Auch die Tage auf der AustriaCon und die Gespräche mit Ihnen im Vortragsraum über Ihre Zeit als Terranauten-Autor waren höchst anregend für mich.
    Sie haben mit Ihrem Interview, welches Roman Schleifer mit Ihnen führte, und den Romanauszügen meine Leselust auf reine SF – außerhalb von großen SF-Heftromanserien – erneut geweckt.
    Da ich Digitalleser geworden bin, werde ich mir Ihre neuesten Werke demnächst zulegen. Schon jetzt bin ich gespannt auf die Weiterführung von „Omni“!
    Ihr Leser
    Norbert Mertens

    1. Lieber Norbert Mertens,
      es freut mich sehr, dass ich in Ihnen einen neuen Leser gefunden habe. Bitte lassen Sie mich wissen, wie Ihnen „Omni“ und meine anderen Romane gefallen. 🙂
      Ich bin inzwischen ebenfalls dazu übergegangen, die meisten Bücher in digitaler Form zu lesen (auf meinem Kindle), aber ich muss gestehen: Manchmal fehlt mir das Gefühl des Buches in der Hand. Einen Riesenvorteil hat der E-Book-Reader zweifellos: Man kann viele Bücher auf Reisen mitnehmen.
      Beste Grüße
      Andreas Brandhorst

  5. Ich höre Ihre Bücher bei Audible und bin absolut begeistert. Besonders die Stimme von Richard Barenberg gibt den ohnehin schon fantastischen Geschichten eine unglaubliche Tiefe und Dynamik. Omni und besonders das Schiff habe ich mehrfach gehört und werde einfach nicht satt genug davon. Vielen Dank dafür und hoffentlich bald mehr auch in diesem Format 🙂

  6. Sehr geehrter Herr Brandhorst,
    gern lese ich Ihre Bücher. Wenn ich darin lese, so ergeben sich für mich immer wieder Momente des „Urlaubs vom Alltag“. Und dafür möchte ich Ihnen hiermit danken.
    Mit besten Grüßen

    Peter Handrick

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