»Omni« im Ausland

 

»Omni« im Ausland – Foreign Rights

So bietet Piper die Auslandsrechte für meinen Roman »Omni« an, der am 4.10.2016 erscheint. Von ausländischen Printausgaben oder E-Books einmal abgesehen: Wie wär’s mit einem Film, gerne auch auf der Grundlage von »Das Schiff«? Mr. Spielberg? Herr Emmerich? Oder wie wär’s mit 3D, Mr. Cameron? 🙂

 

OmniEnglisch

OMNI: letzte Korrekturen

TitelbildOmni1

Derzeit gehe ich den Umbruch von »Omni« durch. Sieht gut das, das (fast) fertige Buch. Aber es ist noch immer nicht fehlerfrei. Ich habe das Manuskript zweimal gründlich überarbeitet und korrigiert. Anschließend wurde es sorgfältig redigiert (übrigens von Rainer Michael Rahn, der bisher alle meine Romane betreut hat und mit dem ich seit über 30 Jahren zusammenarbeite), von mir noch einmal durchgesehen und dann einmal im Verlag lektoriert. Das sind wie viele Korrekturdurchgänge? Fünf, wenn ich richtig zähle. Und selbst das reicht noch nicht, um alle Fehler auszumerzen. Im Umbruch habe ich noch einige Fehler gefunden, die korrigiert werden müssen, und ich bin sicher: Wenn der Roman Anfang Oktober erscheint, wird der aufmerksame Leser noch den einen oder anderen Satzfehler entdecken. So viel zur Notwendigkeit von Korrekturen bei Romantexten – es wird ja immer wieder darüber diskutiert. Gründliche Überarbeitung und sorgfältige Korrekturen sind eine absolute Notwendigkeit.

ET 04.10.2016, ISBN 978-3-492-70359-8, Taschenbuch, Broschur, 560 Seiten, Verlag: Piper

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Autorenarbeit früher und heute

SchreibmaschineGestern bei der Arbeit an meinem neuen Roman, der im Herbst 2017 bei Piper erscheinen wird (und über den ich derzeit nur verraten darf, dass es ein Belletristik-Roman ist, der auch für SF-Fans interessant sein dürfte) habe ich am bisher geschriebenen Text zahlreiche kleine und größere Veränderungen vorgenommen. Ein Name musste geändert werden, kein Problem: Suchen und Ersetzen, fertig. Hier einige Sätze löschen oder verändern, dort einige einfügen? Auch kein Problem. Es entstehen keine Lücken, denn der spätere Text rückt wie durch Magie auf. Oder es entstehen Lücken gerade groß genug, um einige zusätzliche Sätze aufzunehmen – der gesamte nachfolgende Text macht Platz dafür. Und wenn es etwas mehr sein darf: Wenige Tastendrücke genügen, um ganze Absätze oder gar Kapitel zu verschieben. Der Text als weiche Knetmasse, der man jederzeit neue Form geben kann, ganz einfach und bequem.

Moderne Textverarbeitungsprogramme sind eine wunderbare Sache für Autoren. Sie nehmen uns viel Arbeit ab und geben uns Werkzeuge in die Hand, mit denen wir eine weitaus bessere Kontrolle über den Text haben, als es bei der Verwendung von elektrischen oder gar mechanischen Schreibmaschinen jemals der Fall war. Die meisten von Ihnen werden Sie gar nicht mehr kennen, aber ich habe vor 40 Jahren meine ersten Romane mit diesen analogen Monstern geschrieben. Damals musste jeder Tippfehler mühsam per Hand korrigiert werden, was immer wieder Zeit kostete und den Schreibfluss unterbrach. Bei den Luxusmodellen unter den Schreibmaschinen gab es »automatische« Korrekturmöglichkeiten, was bedeutet: Entdeckte man einen Fehler sofort, genügte ein Druck auf die Korrekturtaste, um den falschen schwarzen Buchstaben mit einem weißen zu überdecken, und weg war er, der Fehler. Allerdings nur auf dem Original. Im Durchschlag, angefertigt mit Kohlepapier, existierte er nach wie vor, und bei vielen Tippfehlern wurde die Kopie schnell unleserlich. Änderungen von Sätzen? Man nahm Korrekturflüssigkeit wie Tipp-ex, überpinselte die zu streichenden Stellen mit weißer Farbe, wartete ab, bis sie trocken war, spannte das Blatt in die Schreibmaschine, wobei man die richtige Zeile genau treffen musste, und schrieb neu. Natürlich blieben Lücken, weil der neue Text nie genauso lang war wie der alte, und manchmal, wenn er länger war, schrieb man an den Rand der Seite. Größere Textänderungen? Kapitelumstellungen? Man griff zu Schere und Kleber, schnitt Sätze und Absätze aus und klebte sie in der richtigen Reihenfolge zusammen. Man wusste nicht mehr, ob der Protagonist in einer früheren Szene den Gegenstand genommen hatte, den er jetzt brauchte? Tja, in dem Fall blieb einem nichts anderes übrig, als Dutzende oder gar Hunderte von Seiten Text noch einmal zu lesen, bis man Gewissheit erlangte, denn so etwas wie eine Wortsuche vor und zurück gab es damals nicht.

Von Recherche ganz zu schweigen. In den 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts musste man Bibliotheken aufsuchen bzw. Fachbücher kaufen, wenn ein Roman bestimmte Hintergrundinformationen brauchte, die man nicht zur Hand hatte. Heute »googelt« man entsprechende Suchbegriffe und wird schnell fündig – die größte Bibliothek der Welt ist nur einen Tastendruck entfernt.

Das ist gelebte Science Fiction, oder Magie, wenn Ihnen Fantasy lieber ist.

 

 

Bald ist es so weit: »Omni«

Es dauert TitelbildOmni1 nicht mehr lange bis zum Erscheinen meines neuen Romans »Omni« (Piper Verlag), der übrigens – und das ist ein Novum – bereits einige Tage vor dem offiziellen Erscheinungstermin 4.10.2016 zu haben sein wird, und zwar Ende September beim Austria Con in Wien, http://www.frostrubin.com/cons/ac16/. Besucher des Cons werden exklusiv Gelegenheit haben, ein signiertes Exemplar zu erwerben. Auf meiner Webseite stelle ich »Omni« vor und gebe auch einen Ausblick auf »Das Arkonadia-Rätsel«, den nächsten Roman (Frühjahr 2017) aus dem »Omniversum«. Dort ist auch schon das Titelbild zu sehen: http://andreasbrandhorst.de/omniversum/romane/

Worum geht es in »Omni«?

Stellen Sie sich vor: Ein freundlicher Alien kommt zu Ihnen und bietet Ihnen die Möglichkeit, in die Dienste einer so hoch entwickelten außerirdischen Zivilisation zu treten, dass uns ihre Technik – wie es Arthur C. Clarke einmal formuliert hat – wie Magie erscheint. Sie könnten viel länger leben als hier auf der Erde, Jahrtauende, wenn Sie möchten, und Sie könnten die Wunder der Galaxis sehen, fremdes Leben, fremde Zivilisationen. Sie könnten das Universum erleben. Wie würden Sie sich entscheiden? Würden Sie hier auf der Erde bleiben, in vertrauter Umgebung, oder würden Sie dem Alien ins All folgen, zu fernen Welten?

Der Mensch namens Aurelius hat ein solches Angebot erhalten und sich dazu entschieden, die Erde zu verlassen. Seit zehntausend Jahren arbeitet er für Omni, eine Gemeinschaft von Superzivilisationen. In ihrem Auftrag reist er durch die Milchstraße, besucht junge, aufstrebende Völker und hilft, wo Omni Hilfe für nötig hält. Manchmal greift er auch in Entwicklungen ein, wenn sie in bedrohliche Richtungen führen. Er spricht für Omni, er ist eine weise Stimme, auf deren Rat man hört.

Zu Beginn des Romans bekommt Aurelius einen neuen Auftrag, den letzten, bevor er sich für hundert oder mehr Jahre nach Omni zurückziehen und die vielen Wunder der Superzivilisationen genießen kann: Er soll verhindern, dass ein mächtiges Artefakt – die »Pandora-Maschine« – in falsche Hände gerät. Es scheint ein einfacher Auftrag zu sein, doch der erste Eindruck täuscht. Die Pandora-Maschine gerät außer Kontrolle und bedroht die Zukunft der Menschheit. Aurelius braucht die Hilfe von Forrester und Zinnober um die Pandora-Maschine in Sicherheit zu bringen, aber ausgerechnet Forrester und seine Tochter Zinnober sollen ihn entführen, für eine Schattenorganisation namens Agentur, die es auf die Pandora-Maschine abgesehen hat und sie mit Aurelius‘ Hilfe unter ihre Kontrolle bringen will.

ET 04.10.2016, ISBN 978-3-492-70359-8, Taschenbuch, Broschur, 560 Seiten, Verlag: Piper

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Omni in der Programmvorschau von Piper Herbst 2016

 

 

Neues Heim, neue Kreativität, neuer Roman

RubrikSchreiben

 

Mein Umzug von Bünde nach Nordhorn liegt jetzt knapp vier Wochen zurück, es ist alles eingeräumt und aufgeräumt, ich habe tolle neue Laufstrecken gefunden, die meisten davon im herrlichen Klausheider Wald, ich habe neue Menschen kennengelernt, alle nett und freundlich … Und ich habe mit der Arbeit an einem neuen Roman begonnen. Es ist tatsächlich so gekommen, wie ich es gehofft habe – das neue Umfeld gibt mir neue Kreativität. Das Feuer brennt in der Wortschmiede … 🙂

 

 

Termine

Appointment

In den kommenden Monaten werde ich an mindestens drei interessanten Veranstaltungen teilnehmen, eine gute Gelegenheit für all diejenigen unter Ihnen/euch, die mir persönlich begegnen, ein paar Worte mit mir wechseln und Bücher signiert haben möchten.

Am 13. August (Samstag) bin ich in Oldenburg, beim »MediKon One« http://www.medi-kon-one.de/, veranstaltet vom Science Fiction Club Deutschland – dort nehme ich den Deutschen Science Fiction Preis 2016 für den besten Roman (»Das Schiff«) entgegen.

Einen Monat später bin ich in Leipzig, wo vom 16. bis 18. September der 13. Elstercon http://www.fksfl.de/page99/page100/index.html stattfindet. Bei dieser Gelegenheit nehme ich den Kurd Laßwitz Preis 2016 für den besten Roman (»Das Schiff«) entgegen.

Wiederum zwei Wochen später, 30. September bis 2. Oktober, bin ich in Wien, als einer der Ehrengäste des Austria Con 2016 http://www.frostrubin.com/cons/ac16/, was mir Gelegenheit gibt, meinen am 4. Oktober erscheinenden neuen Roman »Omni« (Piper Verlag) vorzustellen.

 

„Das Schiff“ und Literaturpreise – aktualisiert

 

Nominierungen für Literaturpreise

Erst wurde das »Das Schiff«, erschienen Oktober 2015 bei Piper, als bester fantastischer Roman für den Seraph 2016 nominiert und dann als bester Science-Fiction-Roman für den Kurd-Laßwitz-Preis 2016. Inzwischen folgte auch die Nominierung als bester Roman für den Deutschen Science Fiction Preis 2016 (DSFP).

Hinzu kommt eine Nominierung für den Skoutz-Award 2016, der in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben wird. In diesem Zusammenhang gibt es auch ein kurzes Interview.

Das freut mich natürlich sehr. Mein Glückwunsch für alle Kollegen, die ebenfalls nominiert worden sind.

Aktualisierung am 17.05.2016: Inzwischen hat „Das Schiff“ den Deutschen Science Fiction Preis (DSFP) 2016 als bester Roman gewonnen. Das freut mich natürlich sehr! 🙂

Aktualisierung am 09.06.2016: „Das Schiff“ hat auch den Kurd-Laßwitz-Preis 2016 als bester Roman gewonnen! (KLP 2016) Zwei wichtige Literaturpreise – doppelte Freude für mich. 🙂

 

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Ein Interview

 

Interview

 

 

Die auf Science Fiction spezialisierte Webseite sf-lit.de hat ein Interview mit mir geführt, in dem es auch um den Deutschen Science Fiction Preis 2016 geht, den „Das Schiff“ als bester Roman gewonnen hat. Ich gebe den Text des Interviews hier wieder. Wer es sich
auf der Webseite von „sf-lit.de“ ansehen möchte, findet es hier.

 


sf-Lit.de:

Hallo Herr Brandhorst. Zunächst einmal aus ganz aktuellem Anlass: Ihr letzter Roman „Das Schiff“ hat gerade den Deutschen Science Fiction Preis gewonnen; nach 2013 für „Das Artefakt“ ist das bereits Ihr zweiter DSFP-„Titel“. Herzlichen Glückwunsch dazu!

Was bedeutet eine solche Auszeichnung in erster Linie für Sie? Bestätigung? Ansporn? Nettes Andenken? Willkommenes Marketing?

Andreas Brandhorst:
Ich nehme solche Preise vor allem als Anerkennung, und vielleicht sind sie auch Bestätigung. Ansporn? Nein, eigentlich nicht. Der Wille, gute Romane zu schreiben, ist immer da, ob meine Arbeit ausgezeichnet wird oder nicht. Ich versuche immer, das Maximum zu leisten, ein möglichst lebendiges Bild von meinen Figuren zu zeichnen und die Dinge, die mir am Herzen liegen, möglichst gut im jeweils aktuellen Roman zu verarbeiten.

sf-Lit.de:
Sie sind ja nun als Romanautor bekannt und – siehe oben – sehr erfolgreich. Aber bereits 1983 haben Sie mit der Kurzgeschichte „Die Planktonfischer“ den Kurd-Laßwitz-Preis gewonnen. Wie viele Kurzgeschichten wurden von Ihnen insgesamt eigentlich veröffentlicht? Und haben Sie in den letzten Jahren überhaupt noch welche geschrieben?

Andreas Brandhorst:
Ich habe insgesamt 25 Kurzgeschichten geschrieben, und davon sind 21 erschienen. Vier (drei kurze und eine etwas längere) sind nie veröffentlicht worden, weil das damalige Projekt, eine Anthologie, nicht verwirklicht wurde. Wir reden hier von Ende der 70er-, Anfang der 80er-Jahre. Seitdem sind rund 35 Jahre vergangen, und in dieser Zeit habe ich keine Kurzgeschichten mehr geschrieben. Längere Texte sind mir lieber.

sf-Lit.de:
Hat die Kurzgeschichte als Literaturform in der Science Fiction insgesamt an Bedeutung verloren? Oder vielleicht nur in Deutschland?

Andreas Brandhorst:
Science Fiction-Kurzgeschichten gibt es in Deutschland praktisch nur noch bei Kleinverlagen, in sehr überschaubaren Auflagen. Sie sind gewissermaßen ein Nischenprodukt innerhalb eines Nischenprodukts, von einigen Ausnahmen wie zum Beispiel SF-Geschichten im Computermagazin c’t abgesehen. SF-Anthologien verkaufen sich nicht, und deshalb werden auch keine mehr von den Großverlagen publiziert. In anderen Ländern sieht die Sache etwas anders aus, aber im Großen und Ganzen gilt: Der Leser möchte epische Geschichten, in die er für längere Zeit eintauchen kann. Deshalb gibt es so viele mehrbändige Zyklen.

sf-Lit.de:
2003 haben Sie nach langjähriger Abstinenz wieder mit dem Schreiben begonnen und mit „Diamant“ nach rund fünfzehn Jahren Ihren ersten Roman veröffentlicht. Gab es dafür eine Art Initialzündung? Warum wollten Sie wieder Romane schreiben?

Andreas Brandhorst:
Ich wollte wieder Romane schreiben, weil ich mich immer in erster Linie als Autor gesehen habe, nicht als Übersetzer. Mit „Diamant“ habe ich am 1.1.2003 begonnen, das Datum war Programm: Ab diesem Tag sollte mein berufliches Leben in anderen Bahnen verlaufen, und das hat es getan.

sf-Lit.de:
Ein häufig wiederkehrendes Motiv in Ihren Büchern ist die Frage nach einem verlängerten oder gar ewigen Leben. Woher rührt Ihre besondere Faszination für diese Thematik?

Andreas Brandhorst:
Ich denke jeden Tag darüber nach, seit vielen Jahren, und je älter ich werde, desto tiefer werden diese Gedanken. Es ist die Beschäftigung mit der eigenen Sterblichkeit, mit der – bisher noch! – Unvermeidlichkeit des Todes, mit dem Verlust all dessen, was man sich ein Leben lang erarbeitet hat. Ich denke, dass wir eine der letzten Generationen von Menschen sind, die sterben müssen. Unsterblichkeit ist biologisch möglich, und die Wissenschaft wird uns früher oder später die notwendigen Werkzeuge geben, um dieses Ziel zu erreichen. Man stelle sich die Auswirkungen auf Kultur und Gesellschaft vor! Und was geschieht mit dem Individuum, wenn es beliebig viel Zeit zur Verfügung hat, um alle Pläne zu verwirklichen, um immer wieder „ein neues Leben“ zu beginnen? In „Das Schiff“ ist Unsterblichkeit ein zentrales Thema, wie zuvor auch in „Kinder der Ewigkeit“, und ich bin noch längst nicht mit diesem Thema durch. Ich werde erneut darauf zurückkommen, da bin ich sicher.

sf-Lit.de:
Auf „sf-Lit.de“ existiert eine (natürlich sehr subjektive) Aufstellung der „Deutschsprachigen SF-Romane, die gelesen werden sollten“ und es war klar, dass auch ein zentrales Werk von Ihnen auf diese Liste gehört. Die Wahl fiel auf „Diamant“, da dieser Roman (wiederum sehr subjektiv betrachtet) als DAS zentrale bzw. repräsentative SF-Werk des Andreas Brandhorst angesehen werden kann. Würden Sie dieser These zustimmen? Hätten Sie einen anderen Favoriten? Oder wiegen für Sie persönlich, rückblickend betrachtet, alle Ihre bisherigen Romane gleich schwer?

Andreas Brandhorst:
Für mich haben alle meine Romane den gleichen Stellenwert. Keiner steht über oder unter einem anderen, mit einer kleinen Ausnahme: „Die Stadt“ hat eine ganz besondere Bedeutung für mich. „Diamant“ kommt vielleicht deshalb eine besondere Bedeutung zu, da es der erste Roman nach meiner langjährigen Tätigkeit als Fast-nur-Übersetzer war.

sf-Lit.de:
Welche Science Fiction – Autoren lesen Sie selbst besonders gerne?

Andreas Brandhorst:
Zum Beispiel Dan Simmons, Iain Banks, Robert Charles Wilson, Stephen Baxter und Alastair Reynolds. „Hyperion“ von Dan Simmons und „Dune“ von Frank Herbert sind meine absoluten SF-Lieblingsromane.

sf-Lit.de:
Und wie sieht es außerhalb des SF-Genres aus? Haben Sie bestimmte Lieblingsautoren, von denen Sie sich neu erschienene Bücher sofort zulegen?

Andreas Brandhorst:
Seit einigen Jahren lese ich weniger SF und mehr Belletristik. Zu meinen Lieblingsautoren zählen Margaret Mazzantini, deren Sprache ich liebe, Marie-Sabine Roger (wie viel Menschlichkeit in ihren Romanen), John Williams (dessen Roman „Stoner“ zusammen mit Mazzantinis „Venuto al mondo“, dt. „Das schönste Wort der Welt“, den ersten Platz auf meiner Bestenliste belegt), Reif Larsen (sein Roman „Die Karte meiner Träume“ ist eine Offenbarung), Carla Guelfenbein (zum Beispiel ihr unter die Haut gehender Roman „Der Rest ist Schweigen“) und nicht zu vergessen Nina George, deren „Lavendelzimmer“ mich zutiefst beeindruckt hat. Außerdem lese ich viele Sachbücher.

sf-Lit.de:
Wie sehen die kommenden Projekte aus? In Ihrem nächsten Roman „Omni“, der im Herbst erscheinen wird, soll ja ein ganz neues Universum geschaffen werden, das auch den Rahmen für den darauf folgenden Roman bildet. Sind noch weitere Werke im „Omniversum“ in Planung? Wird es eine zusammenhängende Reihe werden oder voneinander unabhängige Geschichten, die sich lediglich dasselbe Universum teilen?

Andreas Brandhorst:
Ja, mit „Omni“ (Oktober 2016 bei Piper) kreiere ich ein neues Universum, das auch Bühne für weitere Romane sein soll. Der zweite Roman mit dem „Omniversum“ als Hintergrund wird „Das Arkonadia-Rätsel“ sein und erscheint im Frühjahr 2017. Weitere Romane werden folgen, sind derzeit aber noch nicht konkret geplant. Nach „Das Arkonadia-Rätsel“ werde ich einen Belletristik-Roman schreiben, der im Herbst 2017 erscheinen wird, pünktlich zur Buchmesse, und anschließend kommt wieder ein SF-Roman, mit dem ich vielleicht, darüber denke ich derzeit nach, ins Kantaki-Universum zurückkehre.

Die im „Omniversum“ angesiedelten Romane werden alle unabhängig sein, vergleichbar mit den Kultur-Romanen von Iain Banks, aber sie werden zusammen eine große Geschichte ergeben, ein großes Bild.

sf-Lit.de:
Das klingt ja schon nach überaus weitreichenden und vielfältigen Planungen. Vom „König der Space Opera“ wird demnächst also unter anderem auch ein „genrefremder“ Roman erscheinen?

Andreas Brandhorst:
Der Belletristik-Roman, mit dem ich in den nächsten Wochen beginnen werde und der im Herbst 2017 erscheinen soll, ist alles andere als eine Space Opera. Worum es geht, kann ich noch nicht verraten, nur so viel: Es geht um ein Thema, das auch Freunde der fantastischen Literatur und insbesondere der Science Fiction interessieren dürfte, aber eben nicht nur. Es wird ein Roman sein, der sich an ein wesentlich breiteres Publikum richtet.

sf-Lit.de:
Wir dürfen also gespannt sein.

Viel Erfolg bei allen künftigen Projekten und natürlich herzlichen Dank, dass Sie sich die Zeit für dieses Gespräch genommen haben.

Deutscher Science Fiction Preis (DSFP) 2016 für „Das Schiff“

»Das Schiff« gewinnt als bester Roman den Deutschen Science Fiction Preis 2016

 

Eine schöneSchiff Anerkennung, über die ich mich sehr freue: Zum zweiten Mal habe ich in der Kategorie „bester Roman“ den Deutschen Science Fiction Preis (DSFP) gewonnen, 2013 für „Das Artefakt“, erschienen bei Heyne, und in diesem Jahr DSFP 2016 mit „Das Schiff“, erschienen Oktober 2015 bei Piper.

 

 

 
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Kantaki-Neuigkeiten

ArndtDrechsler

 

 

 

 

Die beiden Kantaki-Trilogien, die 2004 bis 2008 im Heyne Verlag unter den Titeln »Diamant«, »Der Metamorph« und »Der Zeitkrieg« (Diamant-Trilogie) sowie »Feuervögel«, »Feuerstürme« und »Feuerträume« (Graken-Trilogie) erschienen sind (Bei Heyne), werden, wie bereits berichtet, bei Piper neu aufgelegt, zunächst als E-Books, verfügbar etwa Juli/August, und im kommenden Jahr auch als Printausgaben. Die Titelbilder werden neu gestaltet, und zwar von Arndt Drechsler, dessen Arbeit ich sehr schätze. Ich bin sicher, dass seine Titelbilder echte Hingucker werden! 🙂

Das Bild dieses Beitrags stammt von Arndt Drechsler, er hat es mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Es hat nichts mit den Kantaki zu tun, aber … ich könnte mir das dargestellte Schiff fast als ein Kantaki-Schiff vorstellen.