Deutscher Science Fiction Preis (DSFP) 2016 für „Das Schiff“

»Das Schiff« gewinnt als bester Roman den Deutschen Science Fiction Preis 2016

 

Eine schöneSchiff Anerkennung, über die ich mich sehr freue: Zum zweiten Mal habe ich in der Kategorie „bester Roman“ den Deutschen Science Fiction Preis (DSFP) gewonnen, 2013 für „Das Artefakt“, erschienen bei Heyne, und in diesem Jahr DSFP 2016 mit „Das Schiff“, erschienen Oktober 2015 bei Piper.

 

 

 
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Kantaki-Neuigkeiten

ArndtDrechsler

 

 

 

 

Die beiden Kantaki-Trilogien, die 2004 bis 2008 im Heyne Verlag unter den Titeln »Diamant«, »Der Metamorph« und »Der Zeitkrieg« (Diamant-Trilogie) sowie »Feuervögel«, »Feuerstürme« und »Feuerträume« (Graken-Trilogie) erschienen sind (Bei Heyne), werden, wie bereits berichtet, bei Piper neu aufgelegt, zunächst als E-Books, verfügbar etwa Juli/August, und im kommenden Jahr auch als Printausgaben. Die Titelbilder werden neu gestaltet, und zwar von Arndt Drechsler, dessen Arbeit ich sehr schätze. Ich bin sicher, dass seine Titelbilder echte Hingucker werden! 🙂

Das Bild dieses Beitrags stammt von Arndt Drechsler, er hat es mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Es hat nichts mit den Kantaki zu tun, aber … ich könnte mir das dargestellte Schiff fast als ein Kantaki-Schiff vorstellen.

 

 

Ein neues Leben – oder fast

 

Ein Umzug, ein Wohnortwechsel, kann wie ein Neuanfang sein. Je mehr sich die neue Umgebung von der gewohnten unterscheidet, desto stärker ist das Gefühl des Neuanfangs. Man bekommt die Chance, bestimmte Dinge im eigenen Leben zurechtzurücken, den Kurs zu korrigieren. Es ist eine gute Gelegenheit, über die nächste Phase nachzudenken, den nächsten »Lebensabschnitt«.

UmzugFür mich ist dieser Mai 2016 der letzte Monat in Bünde, NRW. Am 1. Juni ziehe ich nach Nordhorn in Niedersachsen um, an der holländischen Grenze. Eine schöne Stadt erwartet mich, sehr angenehm, sehr gemütlich. Darf ich auch mit einem »neuen Leben« rechnen, oder einem neuen Lebensabschnitt? Der Unterschied sollte so groß eigentlich nicht sein, aber ich habe ihn deutlich gefühlt, als ich mir Nordhorn angesehen habe. Natürlich erwarten mich keine so großen Unterschiede wie 1984, als ich nach Italien umgezogen bin, und 2013, bei meiner Rückkehr nach Deutschland. Aber es gibt viele kleine Details, die anders sind, die nicht den bisherigen Gewohnheiten entsprechen und sich addieren. Hinzu kommt, dass ich neue Menschen kennenlernen werde, was immer eine Bereicherung ist. Dadurch ändert sich die eigene Perspektive; man bekommt einen neuen Blick auf die Dinge. So etwas kann sehr erfrischend sein, gerade für einen Autor: frischer Wind für Fantasie und Kreativität.

Meine bisherigen Umzüge haben immer zu einem Kreativitätsschub geführt, was mich diesmal besonders zuversichtlich stimmt, denn wenige UmzugTragenWochen im Anschluss an den Umzug nach Nordhorn werde ich mit einem neuen Roman beginnen, der eine besondere Herausforderung für mich darstellt. Es wird ein Belletristik-Roman sein, mit einem geplanten Umfang von ca. 800 Manuskriptseiten, vorgesehener Erscheinungstermin Herbst 2017. Mit den Recherchen habe ich vor zwei Monaten begonnen, das Basisgerüst des Romans existiert bereits, ebenso die Figuren- und Kapitelübersicht: Ich weiß genau, wo die Reise beginnt und wohin sie führt; ich kenne auch die Zwischenstationen. Die Reise antreten werde ich im Juli, in Nordhorn, und ich hoffe, dass ich dann auf einen erneuerten Vorrat an Kreativität zurückgreifen kann.

 

 

 

 

»Omni«: Titelbild und Geschichte

Hier sind Titelbild und offizieller Vorstellungstext für »Omni« (Oktober 2016, Piper Verlag):

Aurelius, vor zehntausend Jahren auf der legendären Erde geboren, ist einer von nur sechs Menschen, die Zugang zu Omni haben, einem Zusammenschluss von Superzivilisationen, der die Macht über die Milchstraße innehat. Nun erhält Aurelius seinen letzten Auftrag: Er soll verhindern, dass ein rätselhaftes Artefakt an Bord des im Hyperraum gestrandeten Raumschiffs Kuritania in falsche Hände gerät. Eine einflussreiche Schattenorganisation ist dem Wrack bereits auf der Spur. Der Agent Forrester und seine Tochter Zinnober sollen den Fund bergen und Aurelius entführen – denn mit seiner Hilfe könnte das Artefakt wieder aktiviert werden. Doch die Mission gerät außer Kontrolle – und Aurelius, Forrester und Zinnober finden sich in einem undurchsichtigen Spiel wieder, das die Zukunft der ganzen Menschheit bedroht …

Mehr zu »Omni«, zum »Omniversum« und zum Hintergrund der Geschichte bald hier auf meiner Webseite. Stay tuned!

Omni in der Programmvorschau von Piper Herbst 2016

 

TitelbildOmni1

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Noch mehr zu „Omni“ finden Sie hier: Worum geht es in „Omni“?
 

»Omni« oder: Seine Lieblinge töten

Wie steht’s mit »Omni«?

Oder: Seine Lieblinge töten

Mein nächster großer Science-Fiction-Roman heißt »Omni« und erscheint am 4. Oktober 2016 bei Piper. Er ist fertig geschrieben, fertig überarbeitet, fertig lektoriert, korrigiert und redigiert. Die Durchsicht der korrigierten, redigierten Version hat mir noch einmal vor Augen geführt: Ganz gleich, wie sorgfältig man arbeitet, ganz gleich, wie viel Zeit man sich beim Schreiben und später auch bei der Überarbeitung nimmt – Fehler lassen sich einfach nicht ganz ausmerzen. Mit anderen Worten: Lektorat und Korrektur sind absolut unverzichtbar. Außerdem hat mir der Redakteur noch einmal gezeigt, dass es nicht umsonst heißt: »Kill your darlings«. Einige Stellen, die mir besonders am Herzen lagen, wurden gnadenlos gestrichen. Ich hätte bei der letzten Durchsicht diese Änderungen rückgängig machen können (später, wenn ich mir die Fahnen ansehe, habe ich ein letztes Mal Gelegenheit dazu), aber ich muss gestehen: Der Redakteur hatte recht. Manchmal verbergen sich Schwächen im Text genau dort, wo man sie am wenigsten erwartet.

»Omni« wird ein großes galaktisches Abenteuer. In den nächsten Tagen und Wochen gibt es mehr Infos, das komplette Titelbild, eine Vorschau auf die Chronologie des Omniversums und noch viel mehr. Stay tuned!

 

„Das Schiff“ und Literaturpreise – aktualisiert

 

Nominierungen für Literaturpreise

Erst wurde das »Das Schiff«, erschienen Oktober 2015 bei Piper, als bester fantastischer Roman für den Seraph 2016 nominiert und dann als bester Science-Fiction-Roman für den Kurd-Laßwitz-Preis 2016. Inzwischen folgte auch die Nominierung als bester Roman für den Deutschen Science Fiction Preis 2016 (DSFP).

Hinzu kommt eine Nominierung für den Skoutz-Award 2016, der in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben wird. In diesem Zusammenhang gibt es auch ein kurzes Interview.

Das freut mich natürlich sehr. Mein Glückwunsch für alle Kollegen, die ebenfalls nominiert worden sind.

Aktualisierung am 17.05.2016: Inzwischen hat „Das Schiff“ den Deutschen Science Fiction Preis (DSFP) 2016 als bester Roman gewonnen. Das freut mich natürlich sehr! 🙂

 

Schiff
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Kindheitszauber und die Magie eines Buches

Der Zauber der Kindheit und eines Buches

Noch heute erinnere ich mich gern und mit einer gehörigen Portion Nostalgie an ein Buch, dass ich in meiner Kindheit gelesen habe. Ich kann damals kaum älter als acht oder neun Jahre gewesen sein, und vielleicht war es das erste Buch überhaupt, das ich gelesen habe, sicher aber eins der ersten. Es ging darin um eine Schildkröte, die ein Junge des Nachts unter seinem Bett hatte und ihm Geschichten in Form von Träumen erzählt. Damals war ich sehr fasziniert von dem Buch, und ich weiß noch, wie sehr ich mir eine solche Schildkröte gewünscht habe – die in dem Buch, wenn ich mich richtig erinnere, zum Schluss starb. Bis vor wenigen Tagen wusste ich nicht mehr, wie das Buch hieß und von wem es stammte.

Schildkröte1

Bis zu einem Kommentar von Sylvia Schröder hier auf meiner Webseite. Sie nannte mir den Titel: »Was die Schildkröte erzählte«. Eine Recherche per Internet ergab schnell den Namen der Autorin: Maria Kahle (1891-1975). Anschließend musste ich feststellen, dass die Autorin des Buches, das mich in meiner Kindheit so tief beeindruckte, eine nationalsozialistische Vergangenheit hat. 1941 erklärte sie sich zusammen mit anderen regionalen Autoren in einem »Kriegsbekenntnis westfälischer Dichter« zu »Soldaten des Wortes«. Das wusste der Knabe namens Andreas Brandhorst natürlich nicht, als er die Geschichten las, die die Schildkröte einem anderen Jungen erzählte. Es ist der Zauber der Kindheit, eine Phase der Unschuld, aus der wir schließlich alle herauszuwachsen und zu der wir nie zurückkehren können.

Inzwischen lese ich das Buch erneut, mit einem Abstand von 50 Jahren, und dabei erwachen alte Erinnerungen. Ich erkenne ihn wieder, den Zauber der Kindheit, die Unschuld, mit der ich »Was die Schildkröte erzählte« damals genossen habe, und als reifer Erwachsener weiß ich, dass etwas Kostbares verloren ging. So ist das Leben. Man verliert etwas, und dafür gewinnt man etwas anderes hinzu, in diesem Fall die Fähigkeit, die Dinge aus einem kritischen Blickwinkel zu sehen.

 

 

Beiträge für den nächsten Roman: DIE GEWINNER

Beiträge für den nächsten Roman: DIE GEWINNER

Am 23. Januar habe ich Ihnen angeboten, an meinem Roman mitzuwirken, den ich derzeit schreibe – er trägt den Arbeitstitel »Das Arkonadia-Rätsel«, ist wie »Omni« (Anfang Oktober 2016 bei Piper) im »Omniversum« angesiedelt und erscheint im Frühjahr 2017, ebenfalls bei Piper. Ich habe Sie gebeten, ein oder mehr Lebensformen auf dem Planeten Arkonadia zu beschreiben, der in meinem Roman eine wichtige Rolle spielt. Bis zum Stichtag 15. März haben mich viele Vorschläge erreicht, und die Auswahl fiel mir nicht leicht. Alle vorgeschlagenen Lebensformen sind sehr interessant und hätten es verdient, literarisches Leben zu erhalten. Ich habe mich schließlich für zwei entschieden, die auf Arkonadia ein geeignetes Ambiente erhalten werden. Die beiden Gewinner heißen Steffen Kremser und Paul Tobias Dahlmann – ich werde jeweils eine der von ihnen vorgeschlagenen Lebensformen in den Roman übernehmen und zwei Nebenfiguren nach ihren Schöpfern benennen, die auf diese Weise einen festen Platz im Omniversum bekommen. Die Namen aller anderen werden im Buch bei der Danksagung genannt. Mich bei allen bedanken möchte ich aber schon hier: Es hat mich sehr beeindruckt, mit wie viel Fantasie und Engagement Sie sich an die Arbeit gemacht haben. Danke dafür! 🙂

 

Der KANTAKI-Zyklus (2004-2008) erscheint neu

KANTAKI

Die 6 Kantaki-Romane – »Diamant«, »Der Metamorph« und »Der Zeitkrieg« bilden die 1. Kantaki-Trilogie, »Feuervögel«, »Feuerstürme« und »Feuerträume« die 2., auch »Graken-Trilogie genannt – markieren meine Rückkehr als Autor nach langjähriger Tätigkeit nahezu ausschließlich als Übersetzer. Sie liegen mir auch deshalb besonders am Herzen. Inzwischen sind sie mehr als 10 Jahre alt, und es gibt, was sie betrifft, eine gute und eine schlechte Nachricht.

Die schlechte Nachricht – und hier komme ich auf zahlreiche Leseranfragen zurück, die mich in den letzten Wochen erreicht haben – lautet: Nur noch 2 der 6 Kantaki-Romane sind bei Heyne lieferbar, »Der Metamorph« und »Feuervögel«. Die Rechte an den anderen 4 Romanen liegen inzwischen wieder bei mir. Der Leser hat derzeit also keine Möglichkeit, die beiden Kantaki-Trilogien komplett zu erwerben, weder als Printausgaben noch als E-Books, was teilweise zu absurd hohen Preisen bei entsprechenden Gebrauchtbüchern geführt hat.

Die gute Nachricht lautet: Es wird bald beim Piper Verlag eine Neuausgabe der Kantaki-Romane geben, sowohl E-Books als auch Print. Ich rate Ihnen davon ab, viel Geld für gebrauchte Kantaki-Bücher auszugeben, denn zumindest als E-Books werden schon bald (in wenigen Wochen) alle Kantaki-Romane wieder lieferbar sein, wenn auch voraussichtlich in etwas ungewöhnlicher Form: 4 bei Piper und 2 bei Heyne. Die Printausgaben folgen später. Geplant ist, beide Trilogien als Gesamtpaket bei Piper herauszubringen, aber wenn Heyne die Rechte an »Der Metamorph« und »Feuervögel« weiterhin selbst wahrnimmt, werden die Romane auch als Printausgaben zunächst, bis zur Rechterückgabe, gesplittet erscheinen, wie die E-Books. Titelbilder und Ausstattung werden so vorbereitet, dass später auch »Der Metamorph« und »Feuervögel« als Print-Neuausgabe bei Piper ins Gesamtbild der beiden Trilogien passen.

Also: Kantaki-Pilotin Diamant fliegt bald wieder!