Ein Interview

Sebastian Hallmann hat für sein Blog Stuffed Shelves ein Interview mit mir geführt. Ich gebe es hier im Wortlaut wieder:

 

Frage: 2017 wird für deine Leser ein interessantes Jahr. Du hast gleich mehrere Projekte in der Hinterhand, die noch dieses Jahr veröffentlicht werden. Den Auftakt macht im Mai „Das Arkonadia-Rätsel“. Kannst du uns einen kurzen Ausblick darauf geben, was deine Leser im zweiten Omniversum-Roman erwartet?

Antwort: Ein kosmisches Rätsel erwartet den Leser, und darin verborgen ein uraltes Geheimnis. Omni ist ein Bund von mächtigen Völkern und wacht in der Milchstraße über die Entwicklung von Leben und Zivilisationen. Jasper und seine Tochter Jasmin gehören zu den wenigen Auserwählten, die in den Diensten Omnis stehen. Ihr Auftrag führt sie zu dem fernen Planeten Arkonadia. Seit Jahrtausenden stranden dort immer wieder Raumschiffe unter dem Einfluss einer unerklärlichen Raumzeit-Anomalie. Zudem bewirkt das geheimnisvolle Nerox, das alle 453 Jahre auftritt, technologischen Stillstand und stürzt den ganzen Planeten ins Chaos. Niemand kennt den Ursprung des Phänomens. Jasper und Jasmin sollen das Rätsel von Arkonadia lösen und stoßen dabei auf ein Geheimnis, das eine Milliarde Jahre alt ist und auch Omni betrifft … Bei diesem Roman gibt es eine kleine Besonderheit. Vor Monaten habe ich die Leser auf meiner Webseite und meiner Autorenseite bei Facebook gebeten, sich Lebensformen für den Planeten auszudenken – die besten zwei Lebensformen wollte ich übernehmen und ihre »Schöpfer« außerdem als Figuren in dem Roman auftreten lassen. Die Gewinner dieses Wettbewerbs heißen Paul Tobias Dahlmann und Steffen Kremser. Der Leser wird ihnen und ihren Lebensformen in »Das Arkonadia-Rätsel« begegnen.

Frage: Um noch kurz beim Omniversum zu bleiben: Du hast sicherlich eine Menge Arbeit in die detaillierte Ausgestaltung deiner Zukunftsvision gesteckt. Es bietet Raum und Stoff für so viele Geschichten, dass es schade wäre, wenn es nach zwei Büchern wieder in der Schublade verschwindet. Planst du, weitere Bücher in diesem Setting zu schreiben?

Antwort: Die vorbereitenden Arbeiten für »Omni« und »Das Arkonadia-Rätsel« waren noch umfangreicher als sonst. Sie betrafen nicht nur Details für die beiden Romane, sondern auch für ihren Hintergrund – es gibt eine große Datei, die das Omniversum sehr ausführlich beschreibt, und ein konkretes Ergebnis dieser Daten ist die bisherige Chronologie des Omniversums: https://andreasbrandhorst.de/omniversum/omnichrono/ Mit anderen Worten: Ich weiß viel mehr über das Omniversum, als der Leser bisher erfahren hat. Daher kann ich sagen: Ja, es wird weitere Romane geben, die das Omniversum aus verschiedenen Blickwinkeln zeigen, und jeder dieser Romane wird wie bisher eine einzelne, unabhängige Geschichte sein.

Frage: Im Herbst erscheint bei Piper ein weiteres neues Buch aus deiner Feder. Es wird kein klassischer Science-Fiction-Roman, sondern eine Geschichte zum Thema „Künstliche Intelligenz“ beziehungsweise deren Weiterentwicklung. Wie bist du auf die Idee zu „Das Erwachen“ gekommen?

Antwort: Der erste Gedanke, der schließlich zur Idee führte und dann zum Konzept für einen Roman, kam mir, wie so oft, beim Laufen. Das tägliche Laufen, eine Stunde oder auch mehr, ist gewissermaßen meine Ideenschmiede – der Körper ist beschäftigt, die Gedanken treiben frei. Ich dachte mir: Was könnte aus unserer Welt werden, wenn die rasanten Entwicklungen bei Künstlicher Intelligenz, Deep Learning usw. so weitergehen? Ich begann zu recherchieren, mich eingehend mit dieser Thematik zu beschäftigen, was sich über Monate hinzog, und dabei merkte ich, wie sich mein Blickwinkel immer mehr verschob, wie sich meine Einstellungen und Erwartungen veränderten. Mehr als ein Jahr lang habe ich mich sehr intensiv mit KI und ihren möglichen Konsequenzen auseinandergesetzt, mit dem Ergebnis, das inzwischen nicht nur ein Roman von 840 Manuskriptseiten vorliegt, sondern auch meine Sicht auf gewisse Dinge eine andere geworden ist. Der Roman »Das Erwachen« beschreibt eine Welt, wie sie in dieser oder ähnlicher Form tatsächlich existieren könnte. Ich bin inzwischen davon überzeugt, dass wir auf der Schwelle eines neuen Zeitalters stehen, und mit »Das Erwachen« habe ich einen Blick über diese Schwelle hinweg geworfen …

Frage: Die meisten deiner Romane sind klassische Science-Fiction-Stories. Inwiefern unterscheidet sich die Arbeit an „Das Erwachen“ von deinen anderen Veröffentlichungen?

Antwort: Der größte Unterschied betraf den »Realitätsfaktor«. Die Welt von »Das Erwachen« ist erfunden, aber gleichzeitig ist sie unsere Welt, wie sie in einigen wenigen Jahren aussehen könnte. Das Hier und Heute hat ein wesentlich stärkeres Gewicht als in allen meinen bisherigen Romanen. Anders ausgedrückt: Der Autor konnte sich nicht »einfach« alles ausdenken, sondern er musste über Dinge schreiben, die tatsächlich existieren, er musste sich mit ihnen auskennen. Oder man nehme die politischen Entwicklungen. Mehrmals während des Schreibens sah ich mich gezwungen, bestimmte Passagen zu ändern, weil die Wirklichkeit meine Fiktion nicht nur eingeholt, sondern überholt hatte. Das passiert, wenn man einen Roman »dicht an der Gegenwart« schreibt.

Frage: Schließlich werden, ebenfalls im Herbst, deine Kantaki-Romane als Prints (die eBooks sind bereits erhältlich) bei Piper wiederveröffentlicht. Für die Uneingeweihten und die Neu-Leser: Was hat es mit den Kantaki auf sich?

Antwort: Die Kantaki sind eine insektoide Spezies, die ihre Raumschiffe den Menschen für interstellare Reisen zur Verfügung stellt. Allerdings haben sie dabei einen strengen Kodex, den es zu beachten gilt. Die Kantaki nehmen auch menschliche Piloten in ihre Dienste, und einer dieser Piloten ist eine junge Frau namens »Diamant« – so lautet auch der Titel des ersten Kantaki-Romans, womit ein großes Abenteuer im »Kantaki-Universum« beginnt.

Frage: Nachdem wir nun das Veröffentlichungsjahr 2017 besprochen haben, bleibt trotzdem noch die Frage nach der Zukunft. Arbeitest du bereits an neuen Projekten und gibt es schon etwas, was du uns darüber erzählen kannst?

Antwort: Ja, ich arbeite derzeit an zwei Projekten, die beide das nächste Jahr betreffen. Im Frühjahr 2018 wird ein neuer SF-Roman von mir bei Piper erscheinen, und bei der Auswahl des Themas dafür habe ich sehr mit mir gerungen. Ein Teil von mir wollte eine weitere Geschichte aus dem Omniversum erzählen, ein anderer eine ganz neue Geschichte. Durchgesetzt hat sich schließlich diese zweite Stimme. Den Leser erwartet also ein neues Universum mit einer neuen, ziemlich düsteren Geschichte. Das andere Projekt ist ein weiterer Roman für die Belletristik-Reihe des Piper Verlages, vorgesehen für den Herbst 2018.

Frage: Ich möchte gerne auch etwas mehr auf dich selbst als Person zu sprechen kommen. Wie schon angedeutet, bist du weitestgehend in der Science Fiction verwurzelt und als Autor bereits seit fast 40 Jahren im Genre unterwegs. Unter anderem hast du für die Perry-Rhodan-Reihe und die Terranauten geschrieben. Was fasziniert dich an dieser speziellen Literatur-Gattung so sehr?

Antwort: An der fantastischen Literatur im Allgemeinen und der Science Fiction im Besonderen faszinieren mich insbesondere die grenzenlosen Horizonte. Ich denke, so viele gestalterischen und erzählerischen Möglichkeiten wie die SF bietet kaum eine andere Literaturgattung. Das Universum ist die größte aller Bühnen.

Frage: Deinen Namen findet man als Übersetzer auch in vielen Fantasy-Romanen. Könntest du dir vorstellen, selbst einmal etwas in dieser Richtung zu schreiben? Oder auch mal einen ganz anderen Weg, beispielsweise einen Thriller ganz ohne Phantastik-Elemente, einzuschlagen?

Antwort: Einen Thriller habe ich gerade geschrieben, nämlich »Das Erwachen«, und ein weiterer Non-SF-Roman wird im Herbst 2018 erscheinen, wie »Das Erwachen« in der Belletristik-Reihe von Piper (siehe auch meine Antwort auf Frage 6). Solche Romane haben einen großen Reiz für mich, und es werden sicher nicht die letzten bleiben. Ich möchte beides machen: fantastische Geschichten mit Reisen durchs Universum und Gegenwartsliteratur. Ob ich jemals einen Fantasy-Roman schreiben werde? Die eine oder andere Idee hätte ich, aber es gibt auch so viele interessante Geschichten im Bereich von Science Fiction und allgemeiner Literatur …

Frage: Beim Lesen deiner Bücher fällt auf, dass du sehr viel Detailliebe in die von dir geschaffenen Universen und Settings steckst. Woher nimmst du die Inspiration für diese umfangreichen Welten? Wie lange dauert es, bis sie so zurechtgeschliffen sind, dass du zufrieden mit ihnen bist?

Antwort: »Inspiration« ist ein herrlich vages Wort, mit dem man so ziemlich alles beschreiben kann, ohne konkret zu werden. Die Wahrheit lautet: Hinter den Ideen für einen Roman und seinen Hintergrund steckt sorgfältiges, gründliches Nachdenken. Ich stelle mir manchmal die Frage: Wie könnte die Welt aussehen, wenn ich dies voraussetze oder das geschieht? In den meisten Fällen gehe ich von Figuren-Konstellationen aus, von Personen, ihren Besonderheiten und Beziehungen untereinander, und dann frage ich mich: In welcher Welt könnten diese Personen leben? Welche Bühne passt zu ihnen? So kommt ein Detail zum anderen.

Frage: Ich habe den Eindruck gehabt, dass die Science Fiction eine ganze Weile in vielen großen Verlagen recht stiefmütterlich behandelt wurde. Mittlerweile vergeht kaum ein Monat, in dem nicht gleich mehrere Genre-Titel erscheinen. Was denkst du über den aktuellen Stand der SciFi in Deutschland?

Antwort: Ich glaube, der Science Fiction in Deutschland ist es noch nie so gut gegangen wie heute, und das meine ich nicht nur in quantitativer, sondern auch in qualitativer Hinsicht. In allen Verlagen, die SF herausbringen, und das sind inzwischen recht viele, stehen die Türen für deutsche Autoren offen. Das war nicht immer so; ich erinnere mich an Zeiten, in denen so mancher Lektor die Nase gerümpft hat, wenn die Sprache auf »deutsche SF« kam. Die deutsche Fantastik, und die Science Fiction als Teil von ihr, ist reifer geworden, was sich in vielen erfolgreichen Publikationen zeigt.

Frage: Gibt es Autoren, die deine Arbeit direkt oder indirekt beeinflusst haben? Gibt es Bücher und Schriftsteller, die man deiner Meinung nach unbedingt gelesen haben sollte?

Antwort: Ich hatte nie bestimmte Vorbilder, denen ich nachgeeifert habe, aber es gibt Autoren und Bücher, die mich sehr beeindruckt haben, im Bereich der SF zum Beispiel Dan Simmons und »Hyperion«, in der allgemeinen Literatur John Williams und sein grandioser Roman »Stoner«, oder Margaret Mazzantinis »Das schönste Wort der Welt« (ein ungeeigneter deutscher Titel, wie ich finde; besser ist der italienische »Venuto al mondo«, »Zur Welt gekommen«). Seit Jahren lese ich viel allgemeine Literatur und bin dort großartigen Romanen begegnet, die sicher nicht ohne Einfluss auf mich geblieben sind, zum Beispiel »Das Lavendelzimmer« und »Das Traumbuch« von Nina George, oder die Romane von Marie-Sabine Roger.

Frage: Gibt es eine bestimmte Routine, die du während der Arbeit an einem Buch einhältst? Oder anders gefragt, wie arbeitest du?

Antwort: Ich liebe es, morgens sehr früh mit der Arbeit zu beginnen – um sieben sitze ich bereits am Computer, beantworte E-Mails und Facebook-Mitteilungen. Dafür ist etwa eine Stunde reserviert. Um acht beginnt das Schreiben. Am späten Vormittag oder gegen Mittag ist Laufen angesagt: mindestens eine Stunde durch den Klausheider Wald. Dabei habe ich Gelegenheit, über das gerade Geschriebene nachzudenken und mit neuen Ideen zu spielen. Oder ich genieße es einfach nur, die Gedanken treiben zu lassen, während sich die Beine bewegen. Am Nachmittag wird wieder geschrieben. Abends lese ich oder sehe mir Dokus an, gern über Naturwissenschaften und Computer. Vielleicht sollte ich noch hinzufügen, dass ich beim Schreiben Heavy Metal höre, oder, bei etwas verdrehter Laune, Hardstyle, manchmal ziemlich laut.

Frage: Wie lange dauert es im Schnitt, um ein neues Buch zu schreiben? Gibt es da überhaupt eine Faustformel?

Antwort: Ich schreibe drei bis sechs Seiten pro Tag. Das scheint nicht viel zu sein, aber ich schreibe diese Seiten jeden Tag, sieben Tage die Woche. Das Ergebnis sind anderthalb bis zwei Romane pro Jahr. Die Arbeit an »Das Erwachen«, ein Roman mit einer Länge von 840 Manuskriptseiten, hat fast ein Jahr gedauert, und sogar noch einige Monate länger, wenn man die vorbereitenden Recherchen hinzurechnet.

Frage: Auf deiner Homepage hast du eine umfangreiche Rubrik mit Schreibtipps eingerichtet. Aber was wäre deine erste Antwort, wenn dich ein Jungautor um einen Tipp bitten würde?

Antwort: Mein erster und wichtigster Rat lautet: Schreib, schreib und schreib noch etwas mehr. Das klingt banal, ist es aber nicht. Ich habe meinen ersten Roman vor mehr als vierzig Jahren veröffentlicht, und in diesen vier Jahrzehnten bin ich immer wieder Nachwuchsautoren begegnet, die voller Begeisterung über den tollen Roman sprachen, den sie bald schreiben würden. In den meisten Fällen ist nie etwas aus dem Roman geworden, denn Schreiben ist etwas anderes als Reden. Übrigens, mein zweiter, nicht minder wichtige Rat würde lauten: Vergiss dein Ego. Schreib nicht, um dein Genie bestätigt zu sehen oder berühmt zu werden, sondern um eine interessante Geschichte zu erzählen.

Frage: Gibt es Traumprojekte, die du gerne umsetzen würdest?

Antwort: Ich bin in der glücklichen Situation, die Texte zu schreiben, die ich schreiben möchte – ich unterliege keinen thematischen Zwängen. Wenn es dennoch ein Traumprojekt (im Sinne eines Wunsches) gibt, so vielleicht dieses: Ich würde gern die Verfilmung eines meiner Bücher erleben und konkret daran mitarbeiten. Ich glaube, »Omni« oder »Das Erwachen« würden sich gut machen auf der großen Leinwand. 🙂

 

 

KANTAKI bei Piper

KANTAKI-News

Für alle, die meine beiden ursprünglich bei Heyne (2004-2008) erschienenen Kantaki-Trilogien komplett haben und/oder sie in einem Rutsch lesen möchten, gibt es eine gute Nachricht: Der Umzug der Kantaki von Heyne nach Piper ist vollständig. Am 2. Mai erscheinen die beiden noch fehlenden Romane »Der Metamorph« und »Feuervögel« neu als E-Books, womit alle 6 Romane in digitaler Form vorliegen. Die Neuausgabe als Print mit tollen Titelbildern von Arndt Drechsler erfolgt im Herbst. Weitere Informationen finden sich hier: Kantaki.

 

OMNI für 3 Literaturpreise nominiert

KLP, DSFP und DPP

Was bedeuten diese drei Kürzel, und was haben sie gemeinsam? Es sind drei Preise für fantastische Literatur:  Kurd-Laßwitz-Preis,  Deutscher-Science-Fiction-Preis  und Deutscher-Phantastik-Preis , und gemeinsam haben sie dies: Mein Roman »Omni« (2016, Piper Verlag) ist für alle drei Preise in der Kategorie »bester Roman« nominiert (beziehungsweise steht auf der Longlist, beim DPP). Ich bin gespannt! 🙂

Die KANTAKI sind umgezogen

KANTAKI

Inzwischen dürfte sich herumgesprochen haben, dass meine 6 Kantaki-Romane, die von 2004 bis 2008 bei Heyne erschienen, von Piper neu herausgegeben werden, mit tollen Titelbildern des von mir sehr geschätzten Arndt Drechsler. Die Print-Ausgaben erscheinen ab Herbst 2017, und die E-Books sind bereits erhältlich. Mit zwei Ausnahmen: »Der Metamorph« und »Feuervögel« wurden bisher noch von Heyne vertrieben, aber inzwischen hat Piper die Rechte auch an diesen beiden Titeln übernommen, womit der Umzug der Kantaki von Heyne nach Piper komplett ist. »Der Metamorph« und »Feuervögel« werden in den nächsten Wochen als E-Books wieder erhältlich sein, wie »Diamant«, »Der Zeitkrieg«, »Feuerstürme« und »Feuerträume« vertrieben von Piper. Den enttäuschten E-Book-Lesern, die mich in den letzten Tagen kontaktiert haben, weil »Der Metamorph« und »Feuervögel« plötzlich nicht mehr von Amazon zu beziehen waren, möchte ich auf diesem Weg sagen: Haben Sie nur noch ein wenig Geduld; Piper bereitet gerade die Neuausgabe vor. Mehr Infos über die Kantaki gibt es hier.

Abschluss eines großen Projekts

Fertig!
Kaum zu glauben: Mein im Herbst bei Piper erscheinender Roman über Künstliche Intelligenz, »Das Erwachen«, ist nach mehr als einem Monat Überarbeitung … fertig! 840 Manuskriptseiten, 175.612 Wörter, 1.157.127 Zeichen, viele Monate des Schreibens, Nachdenkens und Recherchierens … Und jetzt ist es tatsächlich vollbracht! Der Text ist fertig geschrieben, überarbeitet, redigiert, korrigiert und noch einmal überarbeitet. Wie fühlt sich der Autor beim Abschluss eines solchen Projekts? Wie auf dem Bild: Man könnte das Universum umarmen. 🙂 Aber gönnt er sich jetzt einen Urlaub? Natürlich nicht. Seine Gedanken gelten bereits dem nächsten Projekt, einem Science-Fiction-Roman, der im Frühjahr 2018 bei Piper erscheinen wird … 🙂

Was geschieht auf dem Planeten Arkonadia?

»Das Arkonadia-Rätsel«, Piper Verlag, Mai 2017

So sieht der Umschlag meines nächsten Romans aus, der Anfang Mai bei Piper erscheint und wie Omni (Oktober 2016) im Omniversum angesiedelt ist. Es gibt ein Wiedersehen mit Zinnober und ihrem Vater Forrester, beziehungsweise Jasmin und Jasper, wie sie sich nennen, seit sie zu Reisenden in Diensten von Omni geworden sind. Und es gibt, wie der Titel verrät, ein großes Rätsel, das es zu lösen gilt …

 

Das Licht am Ende des Tunnels

Seit einem guten Monat überarbeite ich nun schon meinen Roman »Das Erwachen«, der im Herbst in der Belletristik-Reihe des Piper Verlages erscheint und in dem es um Künstliche Intelligenz geht. Es waren sehr intensive, arbeitsreiche Wochen, und ich denke, in etwa zehn Tagen bin ich fertig. Allmählich sehe ich Licht am Ende des Tunnels, es fragt sich nur: Verspricht es ein Ende der Mühsal, oder stammt es vielleicht von einem heranrasenden Zug?

 

Drei Monitore

Ich habe ein wenig aufgerüstet – drei große Bildschirme machen die Arbeit richtig komfortabel. Und nein, sie bedeuten nicht, dass ich an drei Romanen gleichzeitig arbeite. 🙂 Der mittlere Schirm ist der Schreibschirm. Der linke dient zur Anzeige von Figuren-, Handlungs- und Notizdateien, und auf dem rechten sind Webcam-Infos, Messengerfenster und Statusmeldungen zu sehen. Natürlich lassen sich die Datenfenster hin und her schieben, ganz nach Bedarf. Diese Konstellation sorgt für das richtige Feeling beim Schreiben über Künstliche Intelligenz. Und der Weltraum ist nie fern, wie die Desktopbilder zeigen (die allerdings auf dem Foto einen leichten Blaustich haben).

 

Ideen beim Laufen

Sich selbst vergessen

Seit einem gefühlten Monat überarbeite ich nun schon meinen Roman über Künstliche Intelligenz, »Das Erwachen«, und ich schätze, es liegen noch etwa drei (reale) Wochen vor mir. Wie sehr mich der Text, seine Änderungen und mögliche Alternativen für bestimmte Passagen beschäftigen, hat sich gestern gezeigt. Seit einigen Tagen suchte ich nach einer Lösung für ein Plot-Problem, und der Gedanke nahm mich beim Laufen so gefangen, dass ich gar nicht mehr auf die Strecke achtete. Ergebnis: An einer Abzweigung bin ich geradeaus weitergelaufen und fand mich plötzlich weit abseits meiner üblichen Route wieder. So wurden aus einer Stunde Laufen fast zwei. Aber die zusätzliche Stunde brachte mir nicht nur die Lösung des Problems, das mir seit Tagen hartnäckigen Widerstand leistete, sondern auch zwei Ideen für kleine Einschübe und Änderungen, die Kanten in einem bestimmten Kapitel glätten. Diese Erfahrung mache ich nicht zum ersten Mal – das Laufen ist für mich oft wie eine Ideenschmiede.