Die ZUKUNFT ist JETZT

Die ZUKUNFT ist JETZT

Am Donnerstag, 22.2.2018, habe ich in Stuttgart an der Eröffnungsveranstaltung für den Forschungscampus »Arena 2036« teilgenommen. Bei einer von Jan Hofer moderierten Diskussionsrunde haben wir vor 800 geladenen Gästen aus Wirtschaft und Wissenschaft über die Technologie von morgen gesprochen, und anschließend konnte ich mir die Ausstellung ansehen und einen Eindruck von den neuen Produktionstechniken und Verarbeitungsverfahren gewinnen, an denen derzeit in den Entwicklungsabteilungen gearbeitet wird. Das Spektrum reicht von holografischen Techniken, über 3D-Drucker, Bionik, smarten neuen Materialien bis hin zu einem meiner Lieblingsthemen, Künstliche Intelligenz. Mein Eindruck: Die Zukunft ist keine Zukunft mehr, sie findet jetzt statt. Nie zuvor in der ganzen Menschheitsgeschichte war die Entwicklung von Wissenschaft und Technik so atemberaubend rasant wie jetzt – wir erleben eine Revolution, die unsere Gesellschaft und unser aller Leben radikal verändern wird, nicht in den nächsten fünfzig oder hundert Jahren, sondern in den nächsten zehn oder zwanzig. Vorangetrieben wird diese Revolution vor allem von der Digitalisierung. Darauf habe ich in meinem Diskussionsbeitrag hingewiesen und auch die damit verbundenen Gefahren betont.

Bei meinem Gang durch die Ausstellung hatte ich Gelegenheit, mit Leitern von Forschungsabteilungen der Industrie, Materialforschern, Bionikern, Physikern und anderen Wissenschaftlern und Spezialisten zu sprechen und ihre Vorstellungen von »Industrie 4.0« kennenzulernen – genug Stoff für einen weiteren Techno-Roman, so viel steht fest. Was meiner Meinung nach noch immer unterschätzt wird, ist der Sicherheitsaspekt. Es ist gefährlich, die technologische Entwicklung immer schneller voranzutreiben, ohne gleichzeitig wirkungsvolle Maßnahmen für ihre Sicherheit zu treffen, womit ich vor allem Vernetzung und die Gefahr von Hacker-Angriffen und Cyberterrorismus meine. Um nur ein Beispiel zu nennen: In naher Zukunft wird unser Verkehr auf der Straße und in der Luft hauptsächlich aus autonomen Fahr- und Flugzeugen bestehen, die untereinander kommunizieren und von Künstlicher Intelligenz gesteuert werden – ein erfolgreicher Cyberangriff auf ein solches System könnte verheerende Folgen haben.

Übrigens: Ich bin zu Vorträgen bei der Industrie eingeladen worden, was es mir ermöglicht, in einen direkten Dialog mit den Menschen zu treten, die heute die Technik von morgen und übermorgen entwickeln. Den nächsten Termin dieser Art habe ich am 12.4.2018 in München: Dort werde ich auf Einladung von IBM im Watson IoT Center vor den Managern des »Nürnberger Kreises« über Künstliche Intelligenz sprechen.

 

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