Achtung, Phishing!

PHISHING-Mails werden immer geschickter

Phishing, das ist der Versuch, über gefälschte Webseiten, E-Mails oder Kurznachrichten an persönliche Daten eines Internet-Benutzers zu gelangen. Meist wird ein Link angegeben, auf den man zur Weiterleitung klicken soll. Oder es gibt eine Anlage, zum Beispiel eine PDF-Datei oder ein JPG-Bild. Wer nichts Böses ahnt und auf den Link klickt oder die Anlage aufruft, installiert sich damit einen Virus, der wichtige Daten, eventuell sogar Kontozugänge und dergleichen abgreift.

Ich kenne mich mit Computern aus (glaube ich zumindest), ich schreibe Romane darüber. 🙂 Aber gestern wäre selbst ich fast auf eine Phishing-Mail hereingefallen. Sie kam angeblich von DHL und wies auf die baldige Zustellung eines Pakets hin. Eine Nummer für die Sendungsverfolgung war angegeben, mit entsprechendem Link. Fast hätte ich darauf geklickt. Fast. Zur Sicherheit kontrolliere ich immer die URL, d.h. die Adresse, wohin der Link, dem man einen beliebigen Namen geben kann, tatsächlich führt. Und siehe da: Die wahre Internetadresse, die mit einem Klick aufgerufen worden wäre, hatte nichts, aber auch gar nichts, mit DHL zu tun.

Was wäre geschehen, wenn ich auf den Link geklickt hätte? Ein Windows-Nutzer hätte sich wahrscheinlich einen Virus eingefangen, zum Beispiel einen Keylogger. Doch ich verwende seit vielen Jahren Linux, aus gutem Grund. Mir wäre vermutlich nichts passiert, von Möglichkeiten einmal abgesehen, nicht das Betriebssystem, sondern den Webbrowser zu manipulieren. Mein Rat: Seien Sie vorsichtig, selbst bei normal erscheinenden E-Mails. Kontrollieren Sie die URL, die wahre Internetadresse (im Firefox-Browser wird sie unten links eingeblendet). Und wenn sie das Risiko erheblich (!) reduzieren wollen: Verabschieden Sie sich von Windows und benutzen Sie Linux, ein Betriebssystem, das weitaus mehr Sicherheit bietet.

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2 thoughts on “Achtung, Phishing!

  1. Mir ist bewusst geworden, wie groß dieses Phishing-Problem inzwischen ist, als ich selbst fast darauf hereingefallen wäre – und ich bilde mir ein, mich mit solchen Dingen auszukennen. 😉 Das Problem dieser immer geschickter gemachten Fake-Mails betrifft jeden User, unabhängig vom Betriebssystem. Bei Windows kommt erschwerend die eklatante Unsicherheit des Systems hinzu, wodurch alles noch viel gefährlicher wird. Wir Linux-User müssen keine Viren fürchten, und selbst wenn wir einen infizierten Mail-Anhang mit einem unvorsichtigen Klick öffnen, droht uns deshalb noch lange kein Ungemacht, da sich der Virus nicht in unseren Systemen festsetzen kann. Außerdem: Linux „telefoniert“ nicht nach Hause und sammelt keine Daten für Dritte (wie insbesondere Windows 10). Linux lässt sich weitgehend den Wünschen des Users anpassen und ermöglicht vollständige Kontrolle über die Software, die man benutzt. Es erfordert nur ein wenig Umdenken, doch diese „Mühe“ lohnt sich zweifellos.

  2. Hallo Herr Brandhorst,

    erstmal möchte ich sagen, dass ich ein absolut begeisterter Leser Ihrer Bücher bin.
    Tatsächlich sind Sie der einzige Autor dessen neue Bücher ich immer sofort und ungesehen kaufe, seit ich „Das Schiff“ gelesen habe.

    Zum Thema Phishing kann ich auch einiges sagen, denn ich arbeite als Softwareentwickler und Systemadministrator.
    Es ist absolut richtig, dass Phishing-Mails äußerlich praktisch nicht mehr von echten Mails der Dienstleister zu unterscheiden sind. Um so mehr freut es mich hier zu sehen, dass Sie da genau das machen was ich immer empfehle. (URLs prüfen und besser Linux benutzen)

    Ich selbst benutze Windows nur noch bei meiner Arbeit, weil es da wirklich unumgänglich ist. Meine Kunden benutzen Windows und ich muss Software für sie schreiben, also habe ich da leider nicht die Wahl.
    Privat benutze ich jedoch aus Überzeugung ausschließlich Linux.

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