Die Welt von morgen

DIE WELT VON MORGEN

Science Meets Fiction

Was passiert, wenn sich Sozialökonomen, Wirtschaftsethiker, Zukunftsforscher, Philosophen, Künstler und ein Schriftsteller, der gern Science Fiction schreibt, zusammensetzen und einen Tag lang darüber sprechen, wie die Welt in zweihundert Jahren aussehen könnte? Eine Antwort auf diese Frage habe ich am Mittwoch, den 14. November 2018, in Köln bekommen, als ich auf Einladung des Roman Herzog Instituts im Institut der deutschen Wirtschaft an einem Workshop teilnehmen durfte, der sich mit der Welt von morgen und übermorgen beschäftigte. Es war kein Tag des gemütlichen Beisammenseins und der entspannten Plauderei. Stattdessen erwarteten uns unter der geschickten Anleitung von zwei kompetenten Moderatorinnen harte kreative Arbeit, konzentriertes Stoppuhr-Nachdenken (ja, ich meine wirklich Stoppuhren, die hässlich piepten, wenn die Zeit abgelaufen war) und, ebenfalls in einem strengen zeitlichen Rahmen, die gemeinsame Verarbeitung von Ideen und Konzepten. Die Vielzahl der Ideen und Sichtweisen war überaus faszinierend. Dadurch verschob sich der eigene Blickwinkel für das, was geschehen könnte und geschehen wird, und genau darum geht es ja in einem solchen Workshop: Er soll den Teilnehmern Gelegenheit geben, die bisherigen Grenzen der eigenen Sichtweise zu überwinden.

Der krönende Abschluss des Tages bestand gewissermaßen darin, dass ich nach 50 Jahren (!) Gelegenheit bekam, mir noch einmal den Kölner Dom anzusehen. Erkenntnis: Er ist genauso eindrucksvoll wie damals für die Augen eines Zwölfjährigen.

Workshop in Köln

Wie sieht DIE WELT VON MORGEN aus?

Am Mittwoch, 14.11.2018, nehme ich auf Einladung des Roman-Herzog-Instituts an einem ganztägigen Workshop teil, der in Köln stattfindet, im Institut der deutschen Wirtschaft. Es geht darum, wie die Welt von morgen und vielleicht auch von übermorgen aussehen wird, welche Auswirkungen die aktuellen technologischen Umwälzungen auf unsere Gesellschaft haben werden. Ich bin gespannt!

DAS ERWACHEN als Taschenbuch

DAS ERWACHEN jetzt als Taschenbuch

Mein Thriller über Künstliche Intelligenz »Das Erwachen«, im Oktober 2017 als Paperback bei Piper erschienen, schaffte es auf die SPIEGEL-Bestsellerliste und ist ab dem 2. November 2018 auch als Taschenbuch erhältlich: https://www.piper.de/buecher/das-erwachen-isbn-978-3-492-31387-2. Der Roman hat nichts von seiner Aktualität verloren, ganz im Gegenteil. Es vergeht kaum ein Tag, an dem die Medien nicht von weiteren atemberaubenden Fortschritten bei der KI-Forschung berichten, und gleichzeitig mehren sich die Stimmen, die vor Künstlicher Intelligenz warnen. Was passiert mit unserer Welt, wenn Künstliche Intelligenz zu echter Maschinenintelligenz wird, uns weit überlegen? Was wird aus dem Menschen, wenn er nicht mehr die dominante intelligente Spezies auf dem Planeten Erde ist? DAS ERWACHEN gibt Antwort auf diese Fragen.

Elon Musk von Tesla und SpaceX hält Künstliche Intelligenz für gefährlicher als Atomwaffen: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Viel-gefaehrlicher-als-Atomwaffen-Elon-Musk-erneuert-seine-Warnung-vor-KI-3990782.html

Was würde geschehen, wenn Künstliche Intelligenz benutzt wird, um Menschen zu töten? Hier ein warnender Blick in eine viel zu nahe Zukunft, die vielleicht gerade Gegenwart wird:

 
ET 02.11.2018, ISBN: 978-3-492-31387-2, Taschenbuch, ca. 700 Seiten, Verlag: Piper

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Der nächste Science-Fiction-Roman: EKLIPSE

Im Juni 2019 erscheint bei Piper der Science-Fiction-Roman, den ich gerade beendet habe: EKLIPSE.

Zum Inhalt: Nach langer Reise kehrt das Raumschiff Eklipse zur Erde zurück. Dort findet die Crew eine völlig veränderte Welt vor, von der fast alle Menschen verschwunden sind. Außerdem stellt sich heraus, dass sich ein blinder Passagier an Bord befand: ein Spike, die gefährlichste bekannte Lebensform der Galaxis, die die Biosphäre eines ganzen Planeten innerhalb weniger Tage infizieren kann. So muss die Crew der Eklipse nicht nur das Geheimnis lüften, was mit den Menschen auf der Erde geschehen ist. Sie muss auch zu einer unmöglichen Mission aufbrechen und das Spike vernichten, bevor es Gelegenheit bekommt, seine Saat auszubringen …

Ein bisschen Geduld ist nötig, bis Juni 2019 sind es ja noch ein paar Tage. Aber wer bis dahin andere Romane von mir lesen möchte, dem sei der gerade erschienene Thriller »Ewiges Leben« empfohlen. Und damit noch nicht genug. Am 2. November erscheint bei Piper die Taschenbuchausgabe von »Das Erwachen«, am 12. November bringt Heyne »Der letzte Regent« (erschienen 2013) neu heraus, und am 11. Januar 2019 kommt bei Piper die Neuausgabe von »Seelenfänger« (ursprünglich erschienen 2012 bei Heyne).

ET 04.06.2019, ISBN 978-3492705110, Klappenbroschur, ca. 550 Seiten, Verlag: Piper

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„Wir brauchen auch eine neue Gesellschaft.“

„Wir haben den technologischen Wandel und wir brauchen auch einen Wandel der Gesellschaft, wenn unser Leben weiterhin lebenswert bleiben soll.“

Auf der Frankfurter Buchmesse haben Eva Bergschneider und Amandara M. Schulzke von Phantastisch-Lesen.com ein Gespräch mit mir geführt, in dem es um meinen Werdegang als Schriftsteller und auch die Frage geht, warum der technologische Wandel, den wir derzeit erleben (Stichwort digitale Revolution) eine neue Gesellschaft erfordert. Man kann das Interview hier lesen und sich auch anhören.

 

EWIGES LEBEN ab sofort überall erhältlich

EWIGES LEBEN

Der Tod besiegt …
Aber wollen wir wirklich unsterblich sein?
Der neue Thriller ist ab sofort überall erhältlich.

Zum Inhalt:
Die Journalistin Sophia erhält einen scheinbar harmlosen Auftrag: Für den Biotechnologie-Konzern Futuria soll sie ein Porträt für die Firmengeschichte verfassen. Futuria wird wegen seiner Verdienste um die gentechnische Heilung von Krankheiten wie Krebs und der Forschungen auf dem Gebiet der Lebensverlängerung geschätzt. Doch je tiefer Sophia gräbt, desto unheimlicher wird ihr das Unternehmen, dessen Gründer, der legendäre Salomon Leclerq, seit einigen Jahren verschwunden ist. Sie stößt auf Hinweise, dass Futuria den genetischen Schlüssel für die Unsterblichkeit gefunden hat. Doch hinter der Verheißung von ewigem Leben verbirgt sich ein düsteres Geheimnis, ein großangelegter Plan, den das Unternehmen verfolgt. Gemeinsam mit dem abtrünnigen Casper muss Sophia alles daransetzen, den Plan zu vereiteln. Denn Futuria hat nicht vor, sein Wissen nur zum Wohle der Menschheit einzusetzen …

ET 02.10.2018, ISBN 978-3-492-06133-9, Klappenbroschur, ca. 700 Seiten, Verlag: Piper

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Buch und Trailer

Das BUCH ist da!

Zumindest bei mir – heute sind meine Belegexemplare eingetroffen. Die Auslieferung hat begonnen, in wenigen Tagen wird nicht mehr nur das E-Book als exklusives »E-First« erhältlich sein, sondern auch die Buchausgabe und das Hörbuch – am 2. Oktober ist es so weit.

Und hier ist der TRAILER zum Roman:

ET 02.10.2018, ISBN 978-3-492-06133-9, Klappenbroschur, ca. 700 Seiten, Verlag: Piper

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Interview zu EWIGES LEBEN

INTERVIEW

Roman Schleifer hat für die »Perry-Rhodan-Online-Community« ein Interview mit mir geführt (https://www.proc.org/interview-mit-andreas-brandhort-zu-seinem-neuen-buch-ewiges-leben/). Ich gebe den Text hier wieder. Hinweis: „Ewiges Leben“ ist bereits als E-Book erhältlich. Die Buchausgabe und das Hörbuch erscheinen am 2. Oktober 2018 bei Piper.

Roman Schleifer: Andreas, in deinem neuesten Buch beschäftigst du dich mit Gentechnik, der Lebensverlängerung und letztendlich der Unsterblichkeit. Ist da der Wunsch Vater des Gedanken?

Andreas Brandhorst: Vielleicht. Es ist ein Thema, das mich seit vielen Jahren beschäftigt, und zwar jeden Tag. Immer wieder denke ich darüber nach, über unsere Vergänglichkeit, und oft stelle ich mir die Frage: Was wäre, wenn wir ewig leben könnten? Oder zumindest Jahrhunderte, Jahrtausende. Wenn wir Zeit genug hätten, all die Dinge zu tun, die wir gern tun würden. Wie würde sich dadurch unser Denken und Fühlen verändern?

Roman: Wie stehst du persönlich zum Tod?

Andreas: Ich würde gern nicht da sein, wenn er mich besuchen kommt. Im Ernst, ich halte den Tod für eine ungeheure Verschwendung. Da verbringt man das ganze Leben damit, zu lernen, Erfahrungen zu sammeln und (hoffentlich) klüger zu werden, und dann kommt der Tod und nimmt einem alles weg. Ganz abgesehen davon: Es gibt so viele Dinge, die ich ausprobieren möchte, und die Zeit dafür reicht einfach nicht. Wie ungerecht!

Roman: Ja, da geht es mir ähnlich. *seufz* Du schreibst jedes Jahr ein Buch zu einem neuen Thema. Dein letzter Roman, »Das Erwachen« beschäftigte sich mit Künstlicher Intelligenz. Wie wählst du die Themen deiner Romane?

Andreas: Es kommt immer darauf an, welche Themen mich gerade besonders beschäftigen. Ich habe mich immer sehr für die Wissenschaft interessiert, und die Revolution im Bereich der Biotechnologien, insbesondere die neue Gentechnik CRISPR/Cas9, stach ins Auge. Als ich begann, mich eingehender damit zu beschäftigen, wurde mir schnell klar, dass wir es hier mit einer Sache zu tun haben, die unser aller Leben ebenso nachhaltig verändern könnte wie die Künstliche Intelligenz – die Idee zum Roman »Ewiges Leben« war geboren. Im Thriller, der nächstes Jahr bei Piper erscheint (Oktober 2019), geht es nicht um technische Wissenschaft in der einen oder anderen Form, sondern um den menschlichen Geist – im Mittelpunkt des Romans steht das Leben eines autistischen Jungen. Auch das ist eine hochinteressante Angelegenheit: Autismus und Inselbegabungen. Für Oktober 2020 ist ein Roman geplant, in dem ich Fundamentalismus, Fanatismus, Populismus und Radikalisierung aufs Korn nehme. Ein Blick in die Nachrichten genügt, um zu erkennen, dass es sich um ein sehr aktuelles Thema handelt.

Roman: Liest du dich dann in diese Themen ein oder verfolgst du sie ohnehin?

Andreas: Ich verfolge die Entwicklungen in den Wissenschaften und in unserer Gesellschaft ohnehin mit großem Interesse. Wenn ich etwas entdecke, über das es einen Roman zu schreiben lohnt, beginne ich mit umfangreichen Recherchen.

Roman: Neben all den Überlegungen zu den Themen Gentechnik und Unsterblichkeit ist »Ewiges Leben« zu allererst ja ein Verschwörungsthriller. Worum geht es genau?

Andreas: Diese Frage beantwortet der Klappentext am besten: Die Journalistin Sophia erhält einen scheinbar harmlosen Auftrag: Für den Biotechnologie-Konzern Futuria soll sie ein Porträt für die Firmengeschichte verfassen. Futuria wird wegen seiner Verdienste um die gentechnische Heilung von Krankheiten wie Krebs und der Forschungen auf dem Gebiet der Lebensverlängerung geschätzt. Doch je tiefer Sophia gräbt, desto unheimlicher wird ihr das Unternehmen, dessen Gründer, der legendäre Salomon Leclerq, seit einigen Jahren verschwunden ist. Sie stößt auf Hinweise, dass Futuria den genetischen Schlüssel für die Unsterblichkeit gefunden hat. Doch hinter der Verheißung von ewigem Leben verbirgt sich ein düsteres Geheimnis, ein großangelegter Plan, den das Unternehmen verfolgt. Gemeinsam mit dem abtrünnigen Casper muss Sophia alles daransetzen, den Plan zu vereiteln. Denn Futuria hat nicht vor, sein Wissen nur zum Wohle der Menschheit einzusetzen …

Es geht darum, wie sich unser Leben und unsere Gesellschaft verändern werden, wenn wir tatsächlich die Möglichkeit bekommen, unsterblich zu werden. Um nur ein kleines Beispiel zu nennen: Unser Rentenversicherungssystem können wir vergessen. Es würde schnell kollabieren. Und was ist mit den natürlichen Ressourcen unseres Planeten, wenn niemand mehr stirbt, aber weiterhin Menschen geboren werden? Auch darum geht es in »Ewiges Leben«. Wer weiß, was der neue Global Player, der Biotechnologie-Riese Futuria, plant, um all diese Probleme zu lösen …

Und überhaupt: Wie würden die Kirchen unserer Welt mit ihrem Monopol auf den menschlichen Tod (darauf basiert maßgeblich ihre Macht) reagieren, wenn die Menschen ewig leben können, ohne jemals zu sterben und Rechenschaft für ihre Sünden ablegen zu müssen?

Roman: Ja, deine Überlegungen im Buch – Was macht die katholische Kirche, wenn die Menschen schon im Hier und Jetzt unsterblich wären und sie nicht mehr auf das Paradies warten müssen – sind sehr interessant. Das ist ein faszinierendes Thema, über das ich mir durch dein Buch zum ersten Mal Gedanken gemacht habe. Eine sehr coole Idee.

Wo ich auch nachdenklich wurde, war der Plan, den das Biotechnologie-Unternehmen Futuria in deinem Buch verfolgt. Schließlich entspringt das ja alles deinem Geist. Da bin ich dann doch froh, dass du bei deiner Kreativität keinen so mächtigen Konzern leitest … ähem.

Andreas: In den vergangenen Monaten bin ich bei meinen Vorträgen über Künstliche Intelligenz oft Managern großer Unternehmen begegnet und habe dabei Einblick in ihre Denkweise gewonnen. Ich möchte nicht mit ihnen tauschen. Es ist wie mit allen Menschen, die Macht haben: Manche gehen gut damit um, andere weniger. Meiner Ansicht nach sollte der Mensch im Mittelpunkt stehen, nicht Umsatz und Profit. Ich würde wahrscheinlich nicht lange Konzernchef bleiben, wenn deutlich wird, dass mir Gewinnmargen weniger bedeuten als menschliche Schicksale.

Roman: Apropos Futuria: In »Ewiges Leben« geht es um die Journalistin Sophia Marchetti und ihren Kollegen Borris, die den Auftrag erhalten, über das Firmenjubiläum des Biotechnologie-Konzerns Futuria zu berichten. Erzähl uns mehr darüber.

Andreas: Futuria ist die neue Nummer 1 unter den Global Playern und gilt als Wohltäter der Menschheit. Mit der neuen Gentechnik CRISPR/Cas9 (https://www.spektrum.de/wissen/wie-funktioniert-crispr-cas9/1441060 oder auch https://www.wissensschau.de/genom/crispr_forschung_medizin.php) hat Futuria viele Erbkrankheiten und sogar den Krebs besiegt. Jetzt steht sogar die Unsterblichkeit des Menschen in Aussicht. Als Sophia, die selbst an einer Erbkrankheit gelitten hat, mit ihren Recherchen beginnt, trifft sie einen geheimnisvollen Mann, der sich Casper nennt und sie vor Futuria warnt. Sophia ist entschlossen, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, und damit löst sie eine Ereigniskette aus, die die ganze Welt verändert … Mehr sei hier nicht verraten. Übrigens: Auch der Papst zählt zu den Protagonisten von »Ewiges Leben«. Die katholische Kirche und alle großen Religionen stehen vor einer Zerreißprobe. Sollen sie das ewige Leben für den Menschen gutheißen oder nicht? Wenn die Menschen unsterblich werden, so die Befürchtung, verlieren Religionen an Bedeutung und damit an Macht.

Roman: Künstliche Intelligenz spielt ebenfalls eine interessante Rolle.

Andreas: Stimmt. Futuria bietet zwei Arten von Unsterblichkeit: eine physische und eine psychische. Menschen können durch eine gentechnische Behandlung biologisch unsterblich werden oder ihr Bewusstsein in die virtuellen Welten von Eden transferieren, mit der Möglichkeit, das Leben zu führen, das sie sich immer gewünscht haben, in jeder beliebigen Rolle, die sie auch wechseln können. Eine Künstliche Intelligenz verwaltet die virtuelle Realität von Eden. Die Frage lautet: Wofür würden sich die Menschen entscheiden, wenn sie die Wahl hätten? Für ein ewiges Leben in dem Körper, den sie kennen, in unserer Welt? Oder in Körpern, die sie wechseln können, als König, Ritter oder Raumfahrer in virtuellen Welten, die für ihre Sinne nicht von der Realität unterscheidbar sind? Hat es einen Sinn, zwischen »realer« und »virtueller« Realität zu unterscheiden, wenn die menschliche Wahrnehmung keinen Unterschied mehr feststellen kann?

Roman: Glaubst du, dass wir eines Tages unsterblich werden können? Und wäre das wünschenswert?

Andreas: Es gibt keinen zwingenden biologischen Grund, warum der Mensch nicht unsterblich sein sollte. Der Tod ist eine Art Motor der Evolution – neue Generationen, ausgestattet mit geringfügig mutierten Genen, lösen die alten ab, und die besseren (=überlebensfähigeren) Lebensformen setzen sich durch. Die neue Gentechnik gibt uns Werkzeuge in die Hand, mit der wir unsere genetische Struktur gezielt verändern und unsere Evolution selbst bestimmen können. Ja, ich denke, biologische Unsterblichkeit bzw. extreme Langlebigkeit wird möglich sein. Ob das wünschenswert ist, muss jeder Einzelne von uns selbst entscheiden. Ich würde mich sehr über die Möglichkeit freuen, ewig zu leben – dann hätte ich Zeit genug, all die Bücher zu schreiben, die ich gern schreiben würde. Aber man bedenke auch die massiven sozialen Folgen von Unsterblichkeit. Wir würden von heute auf morgen in einer völlig anderen Gesellschaft leben. Und man bedenke die Folgen für den Planeten Erde, wenn keine Menschen mehr sterben, wenn ihre Zahl rasant wächst …

Roman: Viele deiner Bücher wurden mit dem Deutschen-Science Fiction-Preis (DSFP)und dem Kurd-Laßwitz-Preis ausgezeichnet. Wie gehst du mit diesen Ehrungen um?

Andreas: Ich freue mich darüber. 🙂

Roman: Ich drück dir die Daumen, dass auch Ewiges Leben eine Auszeichnung erhält. Verdient hätte es das Buch.

Andreas:  Jede Auszeichnung ist willkommen! 🙂

Roman: Man kann dich ja auch live erleben – wo bist du demnächst?

Andreas: Am 6. Oktober bin ich im ostfriesischen Leer, siehe hier: Lesung in Leer  Bei der Gelegenheit stelle ich übrigens »Ewiges Leben« vor und lese aus dem Roman. Eine Woche später folgt die Buchmesse in Frankfurt, wo ich ebenfalls zugegen sein werde, am Freitag und am Samstag.

Roman: Wie ist das Bad in der Menge für dich?

Andreas: Der Kontakt mit den Lesern ist mir sehr wichtig. Ich finde es immer wieder interessant und spannend zu erfahren, wie meine Romane aufgenommen werden, wie einzelne Szenen auf den Leser wirken.

Roman: Was liest du eigentlich selbst? Was sind deine Lieblingsautoren?

Andreas: Ich lese natürlich auch SF, aber vor allem zeitgenössische Literatur, zum Beispiel Nina George, die ich sehr schätze (Das Lavendelzimmer, Das Traumbuch, Schönheit der Nacht), Benedict Wells (Vom Ende der Einsamkeit), Robert Seethaler (Ein ganzes Leben), Margaret Mazzantini (Das schönste Wort der Welt, Geh nicht fort, Herrlichkeit), Marlen Haushofer (Die Wand) oder Marie-Sabine Roger (u.a. Der Poet der kleinen Dinge). Ich mag insbesondere Bücher über das Leben.

Roman: Noch kurz zu PERRY RHODAN: Wie groß ist die Chance, dass wir nach den zwei Taschenbüchern, die du für RHODAN geschrieben hast, einen Gastroman in der Erstauflage lesen dürfen?

Andreas: Wer weiß? Vielleicht tut sich da bald was …

Roman: Nun, ich gebe die Hoffnung nicht auf. 🙂 Andreas, danke für deine Zeit.

Andreas: Danke für das Interview.

 

EWIGES LEBEN

ET 02.10.2018, ISBN 978-3-492-06133-9, Klappenbroschur, ca. 700 Seiten, Verlag: Piper

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Das HÖRBUCH ist fertig

Das HÖRBUCH ist fertig

Gestern lag das Hörbuch von »Ewiges Leben« in meinem Briefkasten. Es wird zusammen mit der Print-Ausgabe am 2. Oktober im Hörbuch Hamburg Verlag erscheinen – Sprecher ist wieder der von mir sehr geschätzte Richard Barenberg. Das E-Book ist als eFirst bereits erhältlich: Ewiges Leben

ET 02.10.2018, ISBN 978-3-492-06133-9, Klappenbroschur, 704 Seiten, Verlag: Piper

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EWIGES LEBEN ist ERSCHIENEN

EWIGES LEBEN ist ERSCHIENEN

Als E-Book ist der Thriller »Ewiges Leben« bereits erschienen. Print-Ausgabe und Hörbuch folgen am 2. Oktober: (https://www.piper.de/buecher/ewiges-leben-isbn-978-3-492-06133-9). Zum Inhalt: Die Journalistin Sophia erhält einen scheinbar harmlosen Auftrag: Für den Biotechnologie-Konzern Futuria soll sie ein Porträt für die Firmengeschichte verfassen. Futuria wird wegen seiner Verdienste um die gentechnische Heilung von Krankheiten wie Krebs und der Forschungen auf dem Gebiet der Lebensverlängerung geschätzt. Doch je tiefer Sophia gräbt, desto unheimlicher wird ihr das Unternehmen, dessen Gründer, der legendäre Salomon Leclerq, seit einigen Jahren verschwunden ist. Sie stößt auf Hinweise, dass Futuria den genetischen Schlüssel für die Unsterblichkeit gefunden hat. Doch hinter der Verheißung von ewigem Leben verbirgt sich ein düsteres Geheimnis, ein großangelegter Plan, den das Unternehmen verfolgt. Gemeinsam mit dem abtrünnigen Casper muss Sophia alles daransetzen, den Plan zu vereiteln. Denn Futuria hat nicht vor, sein Wissen nur zum Wohle der Menschheit einzusetzen …

 
ET 02.10.2018, ISBN 978-3-492-06133-9, Klappenbroschur, ca. 700 Seiten, Verlag: Piper

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