Termine 2019

TERMINE

Wir sehen uns in BERLIN

Derzeit vereinbare ich die ersten Termine für Lesungen, Vorträge usw. im neuen Jahr. Einer dieser Termine betrifft Berlin, und zwar im April – nach einem Jahr verschlägt es mich erneut in die Hauptstadt. Im April 2018 war ich bei Sony und nahm an der Präsentation von »Detroit: Become Human« teil, eines neuen, sehr aufwendig produzierten und hochinteressanten Spiels für die PlayStation, in dem es um Künstliche Intelligenz geht. Im April 2019 – genauer gesagt: am Montag, den 1. April – kehre ich auf Einladung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina nach Berlin zurück und nehme an einem Gesprächsabend zu Wissenschaftsfreiheit teil, der ab 18:00 Uhr voraussichtlich in der Hörsaalruine des Medizinhistorischen Museums stattfindet. Thema: »Sicherheit statt Freiheit? Forschung zwischen Erkenntnisgewinn und Risikosteigerung«. Geplant sind zwei kurze Vorträge, die Frau Sabine Salloch, Juniorprofessorin für Medizinethik an der Universität Greifswald, und ich halten werden, und anschließend findet eine Podiumsdiskussion statt.

 

Neuausgabe von SEELENFÄNGER

Am 11. Januar Neuausgabe bei Piper: SEELENFÄNGER

Der Roman ist ursprünglich 2012 bei Heyne erschienen, und der Piper Verlag bringt ihn als Taschenbuch neu heraus.

Worum geht es? Zacharias Calm verfügt über eine besondere Gabe: Als »Traveller« kann er mit dem Bewusstsein anderer Menschen in Kontakt treten. Mit seiner Fähigkeit trägt er maßgeblich zur Aufklärung von Straftaten bei. Eines Tages kehren plötzlich andere »Traveller« von ihren Reisen in das Bewusstsein ihrer Klienten nicht mehr zurück. Wohin sind sie verschwunden? Steckt ein Verbrechen dahinter? Gemeinsam mit der Therapeutin Florence macht sich Zacharias auf die Suche nach seinen Kollegen. Es beginnt eine gefährliche Mission in mentalen Welten, bei der die Grenze zwischen Realität und Traum schon bald verschwimmt. Und dann stehen Zacharias und Florence einem skrupellosen Gegner gegenüber, der sogar die Realität bedroht …

Der Roman „Seelenfänger“:
ET 11.01.2019, ISBN 978-3-492-28188-1, Taschenbuch, ca. 640 Seiten, Verlag: Piper

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Was man NICHT schreiben sollte

Was man NICHT schreiben sollte

Sprache ist das Werkzeug, das wir Autoren benutzen, um Geschichten zu erzählen, und wie bei allen Werkzeugen kommt es auf die richtige Verwendung an. Ich mag die besondere Ausdruckskraft der deutschen Sprache, die Terry Pratchett einmal so beschrieb: »Deutsch ist eine hervorragende Sprache für das Bauen guter Autos.« Als er diese Worte formulierte, wusste er noch nichts vom Abgasskandal und all den kleinen und großen Mogeleien. Er meinte, dass die deutsche Sprache sehr präzise sein kann, präziser vielleicht als zum Beispiel das Englische. Ein Ingenieur muss sein präzises Werkzeug präzise einsetzen, wenn er ein gutes Auto oder eine gute Maschine entwickeln will. Das gilt auch für den Autor: Um gut zu schreiben und eine gute Geschichte zu erzählen, sollte ihm klar sein, was die von ihm benutzten Worte bedeuten. Er sollte sich insbesondere vor »false friends« hüten, den »falschen Freunden« in anderen Sprachen. Denn nicht alles, was ähnlich klingt, hat auch eine ähnliche Bedeutung.

Ich nenne hier vier Beispiele sprachlicher Unkorrektheit, denen wir jeden Tag begegnen und die in einem handwerklich ordentlichen Roman nichts zu suchen haben:

1. Sinn machen.
»It makes sense«, sagt man im Englischen, und im korrekten Deutsch wird daraus nicht etwa »Es macht Sinn«, sondern »Es ergibt (einen) Sinn.«

2. Ultimativ
Wo hört man es nicht überall: Das ultimative Waschmittel, der ultimative Computer, die ultimative Lösung. Ursprung ist das englische »ultimate«, was korrekt übersetzt »endgültig« bedeutet. Ich erinnere mich an eine Zeit, als dieser »falsche Freund« mit »ultimat« übersetzt wurde, was noch schlimmer ist als »ultimativ«, das sich im Deutschen auf »Ultimatum« bezieht. Ein Waschmittel als Ultimatum? Wohl kaum. Gemeint ist »vortrefflich« oder »unübertreffbar«.

3. Charakter
Gemeint ist die falsche Übersetzung des englischen Begriffs »character« wie in: »The novel has some interesting characters«, was keineswegs »Im Roman erscheinen einige interessante Charaktere« heißt. Gemeint sind Romanfiguren. Eine Romanfigur kann einen interessanten Charakter haben, aber da hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf.

4. Scheinbar
Noch immer sehr beliebt: die Verwechselung von scheinbar und anscheinend. Das erste Wort drückt aus, dass der Schein tatsächlich trügt, während das zweite einen Eindruck vermittelt, von dem (noch) nicht bekannt ist, ob er stimmt oder nicht. Ein Autor, der etwas auf sich hält, sollte den Unterschied kennen.

Falsches wird durch wiederholte Anwendung nicht richtig, sollte man meinen, aber das gilt (leider?) nicht für Sprache. Wird ein falscher Begriff über die Jahre hinweg oft genug verwendet, adelt ihn schließlich ein Eintrag im Duden. Ich schätze, das wird früher oder später auch mit den ersten drei genannten Begriffen geschehen. Was ich schade finde, denn damit geht ein Teil der Präzision der deutschen Sprache verloren.

Vertrauen Sie dem Computer?

VERTRAUEN SIE DEM COMPUTER?

Ganz gleich, wo wir sind und was wir tun – in naher Zukunft werden wir überall Künstlicher Intelligenz begegnen. In meinem Roman »Das Erwachen« (jetzt auch als Taschenbuch erhältlich: ) beschreibe ich, was geschehen könnte, wenn Künstliche Intelligenz zu echter Maschinenintelligenz wird. Der Dokumentarfilm »Do you trust this computer?« zeigt auf sehr interessante Weise, wie es um die Künstliche Intelligenz heute steht und was uns morgen erwartet. Vielleicht dauert es nicht mehr lange bis zum Erwachen. Der Film ist hier zu sehen (Englisch):

Zum Thema KI-gesteuerter Killerroboter, an deren Entwicklung gearbeitet wird, gibt es hier ein Video (Englisch, deutsche Untertitel unter „Einstellungen“):

Und hier noch ein Link zu einem interessanten Artikel über KI und Superintelligenz:
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Missing-Link-Von-Embodied-Intelligence-Superintelligenzen-und-der-Angst-vor-der-starken-KI-4258649.html

 

 

Leserunde zu EWIGES LEBEN

LESERUNDE

Wenn Sie zusammen mit anderen Lesern die Welt von »Ewiges Leben« erkunden, über den Roman diskutieren oder bei Diskussionen mitlesen möchten – dann nehmen Sie teil an der Leserunde EWIGES LEBEN, die hier stattfindet:

https://leserunden.de/forum/board/1367-andreas-brandhorst-ewiges-leben/

Der Roman „Ewiges Leben“:
ET 02.10.2018, ISBN 978-3-492-06133-9, Klappenbroschur, ca. 700 Seiten, Verlag: Piper

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Der erste genmanipulierte Mensch ist da!

DER ERSTE GENVERÄNDERTE MENSCH ist geboren!

Und zwar in China, wie man hier lesen kann: https://www.welt.de/gesundheit/article184484378/China-Geburt-genmanipulierter-Maedchen-verkuendet.html. Eingesetzt wurde die neue Genschere CRISPR/Cas9, um die es in meinem Roman »Ewiges Leben« (https://www.piper.de/buecher/ewiges-leben-isbn-978-3-492-06133-9) geht. Wenn Sie erfahren möchten, was mit dieser Genschere alles möglich ist, so lade ich Sie zu einer gemeinsamen Leserunde ein, die ab 14.12.2018 hier stattfindet: https://leserunden.de/forum/thread/16084-12-2018-andreas-brandhorst-ewiges-leben/

Wenn Sie sich bis Ende dieser Woche anmelden, bekommen Sie vielleicht ein kostenloses Leseexemplar.

UPDATE vom 29.11.2018: Die ZEIT bringt ein großes Special über die neue Gentechnik CRISPR/Cas9, die hinter der Geburt des ersten genveränderrten Menschen in China steckt und um die es in meinem Roman „Ewiges Leben“ geht. Die Artikelsammlung befindet sich hier: https://www.zeit.de/thema/crispr

 

Hier ein Video über die „CRISPR-Kinder“ in China:

 

Wir nehmen unsere Evolution selbst in die Hand

Der Mensch bestimmt seine eigene Evolution

In naher Zukunft werden wir entscheiden können, wie unsere Kinder aussehen und welche Eigenschaften sie haben. Wir können Erbkrankheiten und vielleicht sogar den Tod besiegen. Möglich machen das die rasanten Fortschritte in der Gentechnik, zum Beispiel die neue CRISPR/Cas-Methode, eine billige und effiziente Genschere, mit der sich gezielt Teile aus der DNA herausschneiden und durch andere ersetzen lassen. Wir schicken uns an, unsere Evolution selbst zu bestimmen. Wenn wir die Tür zur Unsterblichkeit öffnen – was erwartet uns auf der anderen Seite? »Ewiges Leben«, erschienen im Piper Verlag. Erhältlich als Paperback, E-Book und Hörbuch. Hier erfahren Sie mehr.

Hier ist ein interessantes deutsches Video, das „Crispr“ erklärt:

Und hier noch eins in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln:

Der Roman „Ewiges Leben“:
ET 02.10.2018, ISBN 978-3-492-06133-9, Klappenbroschur, ca. 700 Seiten, Verlag: Piper

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Die Welt von morgen

DIE WELT VON MORGEN

Science Meets Fiction

Was passiert, wenn sich Sozialökonomen, Wirtschaftsethiker, Zukunftsforscher, Philosophen, Künstler und ein Schriftsteller, der gern Science Fiction schreibt, zusammensetzen und einen Tag lang darüber sprechen, wie die Welt in zweihundert Jahren aussehen könnte? Eine Antwort auf diese Frage habe ich am Mittwoch, den 14. November 2018, in Köln bekommen, als ich auf Einladung des Roman Herzog Instituts im Institut der deutschen Wirtschaft an einem Workshop teilnehmen durfte, der sich mit der Welt von morgen und übermorgen beschäftigte. Es war kein Tag des gemütlichen Beisammenseins und der entspannten Plauderei. Stattdessen erwarteten uns unter der geschickten Anleitung von zwei kompetenten Moderatorinnen harte kreative Arbeit, konzentriertes Stoppuhr-Nachdenken (ja, ich meine wirklich Stoppuhren, die hässlich piepten, wenn die Zeit abgelaufen war) und, ebenfalls in einem strengen zeitlichen Rahmen, die gemeinsame Verarbeitung von Ideen und Konzepten. Die Vielzahl der Ideen und Sichtweisen war überaus faszinierend. Dadurch verschob sich der eigene Blickwinkel für das, was geschehen könnte und geschehen wird, und genau darum geht es ja in einem solchen Workshop: Er soll den Teilnehmern Gelegenheit geben, die bisherigen Grenzen der eigenen Sichtweise zu überwinden.

Der krönende Abschluss des Tages bestand gewissermaßen darin, dass ich nach 50 Jahren (!) Gelegenheit bekam, mir noch einmal den Kölner Dom anzusehen. Erkenntnis: Er ist genauso eindrucksvoll wie damals für die Augen eines Zwölfjährigen.

Update 17.12.2018: Hier gibt es einen kleinen Einblick in den Workshop:
https://www.romanherzoginstitut.de/veranstaltungen/detail/science-meets-fiction.html

Workshop in Köln

Wie sieht DIE WELT VON MORGEN aus?

Am Mittwoch, 14.11.2018, nehme ich auf Einladung des Roman-Herzog-Instituts an einem ganztägigen Workshop teil, der in Köln stattfindet, im Institut der deutschen Wirtschaft. Es geht darum, wie die Welt von morgen und vielleicht auch von übermorgen aussehen wird, welche Auswirkungen die aktuellen technologischen Umwälzungen auf unsere Gesellschaft haben werden. Ich bin gespannt!