Wie man schreibt … (8)

Ein kleiner Ratgeber für das Schreiben – Zusammenfassung

Mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Ratschläge möchte ich meinen kleinen Ratgeber für das Schreiben zunächst beenden.

  1. Nicht nur vom Schreiben reden – schreiben Sie! Das ist der wichtigste Punkt überhaupt. Wenn Sie einen Roman schreiben oder fortsetzen wollen, so verschieben Sie die Arbeit daran nicht auf morgen. Schreiben Sie jetzt, auch wenn es schwer ist, die Worte aufs (elektronische) Papier zu bringen. Denken Sie daran: Sie können den Text immer noch ändern. Aber nur, wenn Text da ist.
  2. Planen Sie, bevor Sie mir dem Schreiben beginnen. Skizzieren Sie Ihre Idee, halten Sie die einzelnen Kapitel mit kurzen Beschreibungen und Stichworten fest. Legen sie eine »Personaldatei« für die handelnden Personen an. Diese Vorarbeiten mögen Ihnen lästig erscheinen, aber ich garantiere Ihnen, dass sie die eigentliche Arbeit, das Schreiben des Romans, enorm erleichtern.
  3. Wählen Sie ein Thema, mit dem Sie sich auskennen, über das Sie bereits viel gelesen haben. Denn dann wissen Sie, welche Klischees es zu vermeiden gilt. Verzichten Sie auf Abgedroschenes. Überraschen Sie den Leser.
  4. Achten Sie auf eine klare Handlungsführung – dieser Punkt steht direkt mit Nr. 2 in Zusammenhang, denn Planung erleichtert einen guten Spannungsbogen. Vermeiden Sie zufällige Lösungen von Problemen. Alles muss plausibel sein – »tell the truth«.
  5. Schreiben Sie bewusst, nicht intuitiv. Wählen Sie die Worte mit Bedacht, denn nur so kontrollieren Sie die Wirkung, die Sie mit ihnen erzielen.
  6. Schreiben Sie »tief«, lassen Sie Ihre Romanfiguren mehr sein als nur Namen. Denken Sie daran, dass der Leser eine Beziehung zu den Figuren aufbauen möchte. Gelingt ihm das nicht, weil das Verhalten der Protagonisten inkonsequent bleibt (= nicht aus ihrem Wesen heraus erfolgt), so verliert er das Interesse an dem Roman.
  7. Geben Sie dem Roman Leben, indem Sie Ihre Romanfiguren mit guten Charakterisierungen lebendig werden lassen. Dieser Punkt wird manchmal vernachlässigt, weil doch das »Thema« so wichtig ist, die »Sache«, um die es geht. Ein großer Fehler! »Thema« und »Sache« vermitteln Sie dem Leser am besten über lebendige Romanfiguren, die ihn mitfiebern lassen.

Falls Sie Fragen haben: Sie können die Kontaktfunktion meiner Webseite benutzen, um sich mit mir in Verbindung zu setzen. Und jetzt: Schreiben Sie!

 

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